Kloster Gröningen

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Luftbild von Kloster Gröningen mit der Romanikkirche St. Vitus

Das Kloster Gröningen war ein Benediktinerkloster auf dem Gebiet der heutigen Stadt Gröningen in Sachsen-Anhalt. Es wurde 936 vom Kloster Corvey aus gegründet und bestand bis zu seiner Auflösung 1550. Heute liegt das Kloster an der Straße der Romanik.

Am 1. Juli 1950 wurde die Gemeinde Kloster Gröningen in die Stadt Gröningen eingemeindet,[1] seitdem ist Kloster Gröningen ein Ortsteil von Gröningen.

Klosterkirche St. Vitus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Klosterkirche St. Vitus, auf einer leichten Anhöhe liegend, wurde 940 von Abt Volkmar I. aus Corvey geweiht. Anfang des 12.Jahrhunderts wurde die heutige Kirche als romanische dreischiffige Flachdeckenbasilika im Hirsauer Baustil neu erbaut.[2] Besonders ist der seltene achteckige Vierungsturm sowie eine Empore, die mit figürlichen Reliefs in Stuck verziert wurde. Zu sehen ist eine Kopie des Reliefs. Die Kopie in der Kloster Gröninger Kirche wurde nach Restbefunden ursprünglicher Farbe aufgearbeitet.

Das Original der letzten in Deutschland erhaltenen Großplastik aus den Jahren um 1170 befindet sich im Bode-Museum in Berlin. Neben dem Emporenrelief sind auch ein romanischer Taufstein, einige Malereien am Tonnengewölbe der Kapelle, ein Engelrelief und ein Rankentympanonrelief aus dem 13. Jahrhundert erhalten geblieben.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • E. Heine: Aus der Geschichte des Klosters Gröningen. In: Zeitschrift des Harz-Vereins für Geschichte und Altertumskunde 42 (1909) 213–229, online.
  • Petra Marx: Die Stuck-Emporenbüste aus Kloster Gröningen. Ein sächsisches Bildwerk des 12. Jahrhunderts und sein Kontext. Berlin: Lukas-Verlag 2006.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kloster Gröningen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7, S. 320f.
  2. Christian Antz (Hg.): Kulturreisen in Sachsen-Anhalt. Straße der Romanik. Halle (Saale) 2005, ISBN 3-929339-89-X, S.76.

Koordinaten: 51° 56′ 14″ N, 11° 11′ 49″ O