Kloster Sorø

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Zisterzienserabtei Sorø
Die Klosterkirche Sorø
Die Klosterkirche Sorø
Lage DanemarkDänemark Dänemark
Koordinaten: 55° 27′ N, 11° 33′ OKoordinaten: 55° 27′ 0″ N, 11° 33′ 0″ O
Ordnungsnummer
nach Janauschek
369
Gründungsjahr 1161
Jahr der Auflösung/
Aufhebung
1538
Mutterkloster Kloster Esrom
Primarabtei Kloster Clairvaux

Tochterklöster

Ås (1194)
Knardrup (1326)

Das Kloster Sorø ist eine ehemalige Zisterziensermönchsabtei in Dänemark. Es liegt auf der Insel Seeland (Sjælland) bei der Stadt Sorø zwischen Slagelse und Ringsted.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grabplatte Bischof Absalons in Sorø

Das Kloster wurde um die Mitte des 12. Jahrhunderts als Benediktinerkloster gestiftet und 1161 auf Einladung des Bischofs Absalon von Roskilde von den Zisterziensern aus Kloster Esrom, einem Tochterkloster der Primarabtei Clairvaux, übernommen. Sorø wurde zum wichtigsten Zisterzienserkloster Dänemarks. Es gründete das Kloster Ås (heute in Schweden) und das Kloster Knardrup.

Mit Ausnahme der Kirche brannten die Klostergebäude 1217 ab. Die anschließend neu errichteten Gebäude fielen 1813 einem Brand zum Opfer. Nur das Klostertor blieb erhalten. Dieses Torhaus von Sorø ist eines der ältesten heute noch bewohnten Häuser in Dänemark. Hier schrieb bereits Saxo Grammaticus im Mittelalter seine berühmte Chronik Gesta Danorum.

Nach der Reformation wurde das Kloster als lutherischer Konvent fortgeführt, 1586 wurde eine Schule eingerichtet, 1623 eine Ritterakademie, die heute noch als öffentliche Schule mit Internat besteht: Sorø Akademi.

In Sorø wurde Ende des 16. Jahrhunderts eine Abschrift der damals bereits in Vergessenheit geratenen mittelalterlichen Chronik Gesta Hammaburgensis ecclesiae pontificum des Scholastikers Adam von Bremen entdeckt, heute eine der wichtigsten Geschichtsquellen für Norddeutschland und Nordeuropa.

Klosterkirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Inneres der Klosterkirche nach Osten

Die turmlose, 70 m lange Kirche ist eine ursprünglich flach gedeckte dreischiffige Basilika mit fünf Langhausjochen im gebundenen System, Querschiff mit drei quadratischen Jochen, je zwei gerade geschlossenen Kapellen an der Ostseite und einjochigem Rechteckchor. Sie wurde nach dem Brand von 1247 überwölbt; die Gewölbebögen ruhen auf kurzen Säulchen. Seitenschiffe und Kapellen waren wohl von Anfang an gewölbt. Die Kirche weist einen mehrfach erneuerten Dachreiter über der Vierung auf. In der Kirche finden sich zahlreiche Epitaphien und Grabmäler, darunter das Grab des Klostergründers Absalon. Sie ist Grablege mehrerer Angehöriger des dänischen Königshauses. Auch der Dichter Ludvig Holberg ist in der Kirche begraben.

In der Kirche befindet sich ein Triumphkreuz des gotischen Bildhauers Claus Berg.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Anselme Dimier: L'art cistercien hors de France, Zodiaque, La Pierre-qui-Vire 1971, S. 35;
  • Rudolf Zeitler: Reclams Kunstführer Dänemark, 1978, S. 360–361, ISBN 3-15-010273-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kloster Sorø – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien