Knickebein

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Eine Beschreibung des Funkfeuers findet sich unter Knickebein (Funkfeuer)
Schokoladenosterei mit Knickebeinfüllung

Knickebein ist ein Cocktail aus Likör und einem rohen Eigelb oder aus Branntwein und Eierlikör.[1] Knickebein wird auch eine bestimmte Art von halbflüssiger Füllung von Pralinen genannt.[2] Eine Knickebein-Füllung besteht je zur Hälfte aus eierlikörhaltiger und fruchtsaftliköriger Fondantcreme.[3]

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Erklärung des Begriffs Knickebein sind verschiedene Varianten bekannt. Zum einen soll sich der Name auf einen Jenaer Studenten beziehen, der Knickebein genannt wurde.[4] Eine andere Variante leitet sich aus der vermeintlichen Wirkung her: Nach Genuss des Getränks knicken die Beine weg. In einem Studentenlied wird der Gastwirt und Freiheitskämpfer Andreas Hofer mit dem Getränk in Verbindung gebracht.[1] Es handelt sich um die scherzhafte Umdichtung eines älteren Liedtextes über Andreas Hofer von Max von Schenkendorf, die Verbindung des Volkshelden mit Knickebein erscheint gewollt lächerlich.[5]

Als der Sandwirt von Passeier
Innsbruck hat im Sturm genommen
Ließ er sich ein Dutzend Eier
Und ein Dutzend Schnäpse kommen
Machte daraus eine Mischung
Trank sie aus und knickte ein
Und seit dem heißt diese Mischung
In ganz Deutschland Knickebein

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Rudolf Köster: Eigennamen im deutschen Wortschatz: ein Lexikon. Seite 92f.
  2. Ota Mikolasek, Marianne Müller, Helmut Winter, Günter Rachfahl: Das große Lexikon der Hotellerie und Gastronomie. S. 315.
  3. Günter Klein: Textsammlung Lebensmittelrecht. 4700, 7.
  4. Meyers Großes Konversations-Lexikon. 6. Auflage. Bd. 11. Leipzig, 1905. S. 171 [1]
  5. Allgemeines Deutsches Kommersbuch