Kochklops

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Als Kochklops bezeichnet man eine gekochte Zubereitung von Hackfleisch, der zusammen mit Sauce und Beilagen zu Gerichten bzw. Speisen kombiniert wird.

Der Name leitet sich vom Garen in kochender Flüssigkeit, z. B. gesalzenes Wasser oder Brühe, und der kugligen Form ab, womit im Ostniederdeutschen dieses Gericht genannt wurde. Daneben hat zur Verbreitung des Namens Kochklops im Osten Deutschlands statt Königsberger Klopse beigetragen, dass die DDR bereits in der Nennung von Königsberg (Preußen) Revanchismus witterte.[1]

Zur Vorbereitung wird das Hackfleisch mit zerkleinerten Zwiebeln, Eiern und eingeweichtem Brot oder Paniermehl und Gewürzen vermischt. Die Masse wird zu Portionen zwischen 50 und 75 g abgedreht und anschließend gegart. Bei Gerichten mit heller Sauce wird die Kochflüssigkeit bzw. Brühe anschließend zur Zubereitung einer Velouté verwendet, die dann rezepttypisch gewürzt wird. Vor dem Verzehr erwärmt man die Klopse in der Sauce und serviert typischerweise 2 Klopse je Portion.

Alternativ werden für viele Gerichte auch Fleischklößchen verwendet, die ein geringeres Gewicht besitzen und traditionell einen feineren Zerkleinerungsgrad und hochwertigeres Fleisch beinhalten.

Ein verbreitetes Gericht sind Königsberger Klopse, die mit einer Kapernsauce zubereitet werden (teilweise unter Zugabe von Sardellen im Fleisch oder der Sauce). Andere Kombinationen beinhalten Senf oder Kräuter (z. B. Dill oder Petersilie). Dazu werden als Beilage typischerweise Salzkartoffeln gegessen. Ebenso ist die Zubereitung mit Tomatensauce üblich, genauso wie die Verwendung für andere Polpette-Gerichte der italienischen Küche.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Speisenlehre, Autorenkollektiv, S. 204, VEB Fachbuchverlag Leipzig, 1987

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ines Schwamm: Schildburghausen - Königsberger Klopse. Abgerufen am 30. August 2017.