Kofferfabrik

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Innenhof der Kofferfabrik

Die Kofferfabrik ist ein privates Kulturzentrum in Fürth.

Die Kofferfabrik befindet sich seit 1994 in einem ehemaligen Fabrikgebäude an der Langen Straße in Fürth. Das Gebäude wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts erbaut und ist eines der letzten verbliebenen Industriebauwerke an der Stadtgrenze nach Nürnberg.

Anfangs wurden auf dem Areal, wie auch in vielen anderen Fabriken und Heimbetrieben der Stadt, Spiegel hergestellt. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde dann mit der Fertigung von Koffern begonnen. Die Produktion von Koffern aller Art der Firma Bermas wurde in den 1980er Jahren eingestellt.

Ein Immobilienmakler kaufte das Areal als Spekulationsobjekt. Es sollte den Handwerkern, Künstlern, einer Kneipe und einer Galerie zunächst eine vorübergehende Heimat bieten.

Die Kofferfabrik beherbergt eine Kneipe, einen Biergarten, eine Galerie und vier offene Bühnen.[1] In erster Linie haben Eigenproduktionen, lokale Bands und Projekte dort Raum, jedoch finden auch internationale Konzerte statt. Das musikalische Angebot umfasst Jazz, Klassik, Blues und Rock. Neben lokalen Bands treten dort regelmäßig auch nationale und internationale Künstler wie Al Di Meola,[2][3] Ginger Baker,[3] Scott Henderson,[3] Steve Gibbons,[3] The Shanes, Chris Kramer und Ray Wilson[3] auf. Das weitere kulturelle Angebot beinhaltet Poetry Slam, Kabarett, Theateraufführungen und Dichterlesungen. Regelmäßig finden dort eigenproduzierte Theateraufführungen und Literaturlesungen statt, ebenso wie Auftritte bekannter Literaten wie Harry Rowohlt und Kabarettisten wie Matthias Egersdörfer.[4] Das Kneipenquiz mit Kevin Dardis entwickelte sich in den vergangenen Jahren zu einem Besuchermagneten, so dass es regelmäßig Wartelisten gibt.[3]

Zitate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Die Kofferfabrik hat den Charme von Subkultur ohne den Dreck und Unrat, den man von diesen Läden kennt.“

Boris Braun: Gastronomie in S.E.N.F.[1]

„Wir gehören zwar angeblich zur sogenannten Subkultur, aber wir legen uns nicht fest.“

Udo Martin: Statement des Betreibers vor Fürther Senioren bei einer Führung am 13. Februar 2010[5]

„Ich liebe diesen Laden.“

Ray Wilson[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Monika Meyer: Gastrokritiker geben ihren S.E.N.F dazu. In: Hilpoltsteiner Kurier (donaukurier.de). Georg Schäff, 19. März 2010, abgerufen am 17. April 2010.
  2. Ein Weltmeister auf der Subkultur-Bühne, Fürther Nachrichten am 27. November 2012
  3. a b c d e f g Kulturort mit Charme. Die Kofferfabrik besteht seit zwei Jahrzehnten. In: Bruno Schnell (Hrsg.): Nürnberger Nachrichten. Nr. 94. Verlag Nürnberger Presse Druckhaus Nürnberg GmbH, Nürnberg 24. April 2014, Kultur, S. 7, Sp. 2–3.
  4. Matthias Egersdörfer über die Kofferfabrik
  5. Die Zeit des Überwinterns hat begonnen. Beruhigende Häkelstunden, beunruhigende Schließungspläne: Zitate des Jahres 2010. In: Bruno Schnell (Hrsg.): Fürther Nachrichten. Nr. 299. Verlag Nürnberger Presse Druckhaus Nürnberg GmbH, Nürnberg 27. Dezember 2010, Das Fürther Kulturjahr 2010, S. 2/HFN, Sp. 1–2.

Koordinaten: 49° 28′ 6″ N, 11° 0′ 27″ O