Kohlenniederlage

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Gelände der ehemaligen Kohlenniederlage der Zeche Nachtigall, 2013

Eine Kohlenniederlage war ein Sammellager für die Steinkohle, welche zum Transport die Ruhr abwärts und zum dortigen Verkauf bestimmt war.

Ende des 18. Jahrhunderts wurden die meisten Kohlenniederlagen in Verbindung mit der aufkommenden regelmäßigen Ruhrschifffahrt angelegt. Im Wesentlichen bestand eine Kohlenniederlage aus einem befestigten Platz, der von einer Mauer umgeben war und direkt am Ufer des Flusses lag, so dass die Aaken dort anlegen konnten, um mit Kohle beladen zu werden. In den Kohlenniederlagen waren separate Lager angelegt. Das Unterteilen der gelagerten Kohle nach Qualität und Gewerken war üblich.

Im Ruhrgebiet hatte jede Zeche, deren Kohle die Ruhr abwärts verschifft wurde, eine eigene Niederlage. Die Kohle wurden von den Zechen mittels Laufkarren oder Hunten dorthin transportiert. Später gab es auch erste Bahnen wie die Muttentalbahn, welche die Kohle von mehreren Stollen zur Niederlage brachten. Als erste Eisenbahngesellschaft auf deutschem Boden gründete Friedrich Harkort 1828 die 1830 eingeweihte Prinz-Wilhelm-Eisenbahn, die die Kohle von Hinsbeck (Ruhr) bis nach Nierenhof im Bergischen Land brachte.

Mit der Erschließung des Ruhrgebiets durch die Eisenbahnen verlor die Ruhrschifffahrt an Bedeutung und mit ihr die Kohlenniederlagen.

Erhalten geblieben und restauriert worden ist die Kohlenniederlage Nachtigall in Witten.

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