Kommunalwahlen im Saarland 1946

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Die Kommunalwahlen im Saarland am 1946 fanden am 12. September 1946 statt. Gewählt wurden die Gemeinderäte.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es waren die ersten Wahlen im französischen Protektorat Saarland und die ersten demokratischen Wahlen nach dem Ende der NS-Diktatur. Ab 1947 war das Saarland ein autonomes Gebiet unter französischer Protektion. Im Folgejahr fand die Landtagswahl im Saarland 1947 als erste Landtagswahl statt. Die Wahl fand unter Besatzungsrecht statt und unterlag Einschränkungen. Die Wahldurchführung entsprach grundsätzlich demokratischen Prinzipien, obwohl sie unter Besatzungsrecht durchgeführt wurde. Parteien und Kandidaten bedurften der Zustimmung der Besatzungsbehörden. Diese Zustimmung wurde auch erteilt, soweit die Kandidaten nicht durch ihre Tätigkeit in der Zeit des Nationalsozialismus belastet waren. Funktionäre der NSDAP und deren Organisationen sowie andere belastete Personen besaßen kein Wahlrecht.

Landesweit waren nur drei Parteien zugelassen, darunter nicht die DPS. Daneben kandidierten lokale Listen.

Wahlergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wahl ergab folgende Ergebnisse:

Kreis Wahlberechtigte Abgegebene Stimmen Wahlbeteiligung Gültige Stimmen
Saarbrücken-Stadt 54.287 49.301 90,8 % 47.243
Saarbrücken-Land 123.907 117.341 94,7 % 111.164
Saarlouis 77.003 72.236 93,8 % 67.433
Merzig-Wadern 40.643 37.615 92,6 % 34.323
Ottweiler 81.244 77.032 94,8 % 73.674
St. Wendel 39.781 37.284 93,7 % 34.854
St. Ingbert 29.008 27.369 94,1 % 28.063
Homburg 29.008 27.369 94,4 % 26.161
Saarland 477.276 447.732 93,8 % 422.915

Die Stimmen verteilten sich wie folgt auf die Parteien:

Kreis CVP SPS KP Sonstige
Saarbrücken-Stadt 16.832 (35,6 %) 15.919 (33,7 %) 5.467 (11,6 %) 9.025 (19,1 %)
Saarbrücken-Land 57.598 (51,8 %) 36.718 (33,0 %) 13.402 (12,1 %) 3.446 (3,1 %)
Saarlouis 39.741 (58,9 %) 10.616 (15,8 %) 4.542 (6,7 %) 12.534 (18,6 %)
Merzig-Wadern 18.527 (54,0 %) 5.820 (16,9 %) 1.236 (3,6 %) 8.740 (25,4 %)
Ottweiler 36.706 (49,8 %) 22.961 (31,2 %) 7.892 (3,6 %) 6.115 (8,3 %)
St. Wendel 19.532 (56,1 %) 4.149 (11,9 %) 1.514 (4,3 %) 9.659 (27,1 %)
St. Ingbert 17.830 (63,5 %) 5.063 (18,0 %) 1.808 (6,5 %) 3.362 (12,0 %)
Homburg 14.592 (55,8 %) 6.706 (25,6 %) 2.656 (10,2 %) 2.207 (8,4 %)
Saarland 221.358 (52,4 %) 107.952 (25,5 %) 38.517 (9,1 %) 55.008 (13,0 %)

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Statistisches Handbuch für das Saarland, 1958 Kapitel 07 Wahlen, Digitalisat (Wahlergebnisse)