Landkreis Ottweiler

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Basisdaten (Stand 1973)
Bestandszeitraum: 1816–1973
Bundesland: Saarland
Verwaltungssitz: Ottweiler
Einwohner: 167.280 (27. Mai 1970)
Kfz-Kennzeichen: OTW, (NK) Vorlage:Infobox Verwaltungseinheit in Deutschland/Wartung/Kfz enthält Kleinbuchstaben
Kreisschlüssel: 10 0 33
Kreisgliederung: Gemeinden

Der Landkreis Ottweiler war ein Landkreis im heutigen Saarland, der von 1816 bis 1973 bestand.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbarkreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landkreis grenzte 1973 im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an die Landkreise Sankt Wendel (im Saarland), Kusel (in Rheinland-Pfalz), Homburg, Sankt Ingbert, Saarlouis und Merzig-Wadern (alle wiederum im Saarland).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landkreis wurde nach der Eingliederung des Gebietes der Grafschaft Nassau-Saarbrücken in die preußische Rheinprovinz im Jahre 1816 fast deckungsgleich aus dem Gebiet der ehemaligen Teilherrschaft, der Grafschaft Ottweiler, gebildet. Nach dem Ersten Weltkrieg kam der Kreis Ottweiler ab 1. Oktober 1920 an das Saargebiet. Vom 1. April 1943 bis 1. August 1945 wurde der damalige Landkreis St. Wendel vorübergehend mit dem Landkreis Ottweiler zusammengeschlossen. Auf Anordnung der französischen Besatzungsmacht verlor Ottweiler 1946 die Ortschaften der heutigen Gemeinde Tholey an den wieder gegründeten Landkreis St. Wendel. Im Rahmen der Gebietsreform gab der Landkreis am 1. Januar 1974 Gemeinden und Gemeindeteile an den Landkreis Saarlouis und an den Saar-Pfalz-Kreis ab und erhielt die Gemeinde Mainzweiler, die bis dahin dem Landkreis Sankt Wendel angehörte. Am selben Tag wurde er in Landkreis Neunkirchen umbenannt.[1] Die Kreisverwaltung blieb jedoch in der früheren Kreisstadt Ottweiler.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da in der gesamten Grafschaft Saarbrücken 1575 die Reformation nach dem lutherischen Bekenntnis eingeführt wurde, war ab diesem Zeitpunkt die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung evangelisch. Erst in der Industrialisierung im Laufe des 19. Jahrhunderts begann sich durch den großen Zuzug von Bergleuten und Hüttenarbeitern das konfessionelle Verhältnis zu verschieben. Die evangelische Bevölkerung des Kreises gehört seit der Union der ehemals lutherischen Landeskirche der Grafschaft mit den reformierten Gemeinden in Saarbrücken und Ludweiler im Jahre 1817 zur Evangelischen Kirche in Preußen (EKiP), seit 1922 zur Kirchenprovinz der Rheinprovinz mit dem Provinzialkonsistorium in Koblenz. Mit Auflösung der EKiP 1947 wurde die Kirchenprovinz selbständig und besteht nun als Evangelische Kirche im Rheinland fort.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landräte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten aus dem Kreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1957 wurde dem Landkreis anlässlich des Beitritts des Saarlandes zur Bundesrepublik Deutschland das Unterscheidungszeichen OTW zugewiesen. Es wurde bis zum 28. Februar 1974 ausgegeben.

Am 1. Januar 1968 wurde das Unterscheidungszeichen NK gültig. Es wurde nur in der Mittelstadt Neunkirchen ausgegeben. Seit dem 1. März 1974 wird es im damals neuen Landkreis Neunkirchen ausgegeben.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 805 f.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]