Kommunionbank

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Kommunionbank in St. Laurentius, Ahrweiler
Kommunionbank in der Holmens Kirke in Kopenhagen

Eine Kommunionbank (auch Kommuniongitter oder Speisgitter genannt) ist eine etwa hüfthohe Schranke mitsamt vorgelagerter Bank zwischen dem Altarraum einer Kirche und dem übrigen Kirchenraum. Hier knien die Gläubigen beim Empfang der Kommunion. Kommunionbänke finden sich vor allem in katholischen Kirchen. In Skandinavien und Südschleswig zählen sie auch in vielen lutherischen Kirchen zum festen Kircheninventar.

Geschichte[Bearbeiten]

Historisch gehören Kommunionbänke zu den zahlreichen Formen von Begrenzungen, die in Kirchen seit frühester Zeit den Bereich des Altars und des Klerus vom Bereich des Volks trennten. Im Altertum waren steinerne Chorschranken die Regel. Daraus entwickelte sich im Osten die Ikonostase, im Westen der Lettner.

Als das Knien beim Empfang der Eucharistie üblich wurde, entstand die Form der Kommunionbank, die in der Barockzeit meist aus Marmor, aus geschmiedetem Gitter oder aus Holz hergestellt wurde. Teile der Kommunionbank wurden in der Regel als Türen aufklappbar gestaltet, damit ein Zugang zum Altar möglich blieb. Hinter der Kommunionbank musste bis zur untersten Altarstufe ein Freiraum verbleiben, damit der Priester an der Kommunionbank entlang von einem der knienden Gläubigen zum nächsten gehen konnte. Bei der Benutzung der Kommunionbank wurde ein Tuch darüber gedeckt, das auf der Rückseite mit Schlaufen an Knöpfen befestigt werden konnte. Dieses Speis-Tuch diente ursprünglich dazu, eventuell herunterfallende Partikel der Hostie aufzufangen, später sollte es das Bild von der Kommunionbank als "Tisch des Herrn" unterstützen[1].

Nach der Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils wurden die Kommunionbänke aus vielen katholischen Kirchen entfernt oder an andere Stellen im Kirchenraum versetzt, weil Platz für den nun neu eingeführten Volksaltar nötig war. Manchmal verwendete man zur Herstellung dieser neuen Altäre auch Teile der Kommunionbänke.

Papst em. Benedikt XVI. spendet seit dem Fronleichnamsfest 2008 nur noch die Mundkommunion, die im Knien empfangen werden soll. Sein Beispiel hat auch zu einer Neubelebung der Kommunionbänke geführt.[2]

Literatur[Bearbeiten]

  • Adolf Adam und Rupert Berger, Pastoral-liturgisches Handlexikon, Freiburg 1980, S. 19–20.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Robert B. Witte: Das katholische Gotteshaus, Mainz 1939, S. 97 u. 222.
  2. Amt für die Liturgischen Feiern des Papstes, Studien der Konsultoren: Communion received on the tongue and while kneeling

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kommunionbank – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien