Konrad Alexander Müller-Kurzwelly

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Bachlauf im Waldinneren, um 1907, Öl auf Leinwand, 100 × 150 cm
Vitt auf Rügen, Öl auf Leinwand, Datierung 1922, 55 × 75 cm

Konrad Alexander Müller-Kurzwelly (* 29. Juli 1855 in Chemnitz; † 4. Juli 1914 in Berlin) war ein deutscher Maler. Seine Bekanntheit erlangte er als einflussreicher Künstler des Naturalismus und deutschen Impressionismus.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Konrad Alexander Müller-Kurzwelly wurde 1855 in Chemnitz geboren. Er war der Bruder von Georg Alexander von Müller. Nach seinem Studium der Philosophie, Geschichte und Kunstgeschichte an der Universität in Jena promovierte er 1881 zum Doktor der Philosophie. Als Schüler von Hans Fredrik Gude, der in Berlin die Meisterklasse für Landschaftsmalerei leitete, studierte er zwischen 1881 und 1885 an der Berliner Akademie. Daneben bestanden Verbindungen zu Schülern von Hermann Eschke und zu den Künstlerkolonien auf Rügen, Hiddensee, Ahrenshoop sowie Ekensund bei Flensburg. 1883 trat Müller-Kurzwelly dem Verein Berliner Künstler bei, dem er bis zu seinem Tode angehörte.

Gehöft in Mecklenburg, um 1885, Öl auf Karton, ca. 30 × 50 cm

Künstlerischer Einfluss[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zusammen mit Friedrich Stahl und Hugo Schnars-Alquist war Konrad Alexander Müller-Kurzwelly 1891 in der Ausstellungskommission des Vereins Berliner Künstler (Salon 1891) vertreten. Zusammen mit Walter Leistikow, Ludwig von Hofmann und anderen Künstlern gehörte Konrad Alexander Müller-Kurzwelly 1892 zu den Gründungsmitgliedern der Künstlergruppe „Vereinigung der XI“, - Vorläufer der Berliner Sezession der später auch Max Liebermann und Arnold Böcklin angehörten. 1895 bis 1896 war er Delegierter der Ausstellungs-Kommission der Internationalen Kunstausstellung in Berlin für Schweden.

Stornas (Fjord im Licht der Abendsonne), um 1897 , Öl auf Leinwand, 100 × 150 cm

Künstlerisches Gesamtwerk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Konrad Alexander Müller-Kurzwelly ging von der realistischen Landschaftsmalerei in der Nachfolge der Schule von Barbizon aus und orientierte sich stark an der Wiedergabe atmosphärischer Stimmungen, die im Besonderen seine Bilder prägen. Erzählerische Elemente, Details oder Staffagen setzte er sparsam ein. Oft entstanden impressionistische Plein-Air-Studien, die als eigenständige Werke betrachtet werden können, aus denen jedoch oft nachträglich im Atelier großformatige museale Gemälden entstanden. Wichtig war es ihm, sinnlich erfahrbare Eindrücke der Natur in den verschiedensten Jahreszeiten wiederzugeben und in den Gemälden einen Pol der Ruhe zu schaffen, entgegen der damaligen Hektik der sich stetig vergrößernden Hauptstadt Berlin.

Müller-Kurzwelly hatte seinen Erfolg als Landschaftsmaler insbesondere mit Waldstücken und stimmungsvollen Naturimpressionen. Seine Gemälde, die größten Teils Naturbeobachtungen aus dem Umland Berlins, dem Spreewald aber auch der Ostseeküste entstammen, stellte er ab 1883 kontinuierlich im Salon und auf den Großen Berliner Kunstausstellungen aus.

Abendliche Teichlandschaft, Landschaftsstudie Öl auf Leinwand, 65 × 75,5 cm

Sehr beliebt sind die Werke Müller-Kurzwellys bei deutschstämmigen Ausländern. Ein Großteil seines Werkes wurde bei Bombenangriffen in Berlin im Zweiten Weltkrieg unwiederbringlich zerstört. Gemälde von Konrad-Alexander Müller-Kurzwelly befinden sich heute in den Museen von Prag, Riga, Kaliningrad und Breslau. Eine kleine Auswahl von Gemälden wird in der Berlinischen Galerie gezeigt.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rügenlandschaft bei Vitt, um 1880
  • Windflüchter
  • Waldsee nach dem Regen
  • Grasende Rinderherde, um 1895
  • Bachlauf bei Sonnenuntergang
  • Nach Sonnenuntergang
  • Stornas (Fjord im Licht der Abendsonne), um 1897
  • Sonnenaufgang am Meer
  • Licht der See (Rügenlandschaft)
  • Waldsee am Abend
  • Waldlandschaft im Winter
  • Bachlauf im Waldinneren, um 1907

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alfried Nehring: Konrad Müller-Kurzwelly - Land im Abendlicht. Herstellung Klatschmohnverlag Rostock/Bentwisch 2014, ISBN 978-3-941064-43-0; Begleitbuch zur Sonderausstellung "Zwischen Norwegischer Romantik und Berliner Moderne, Landschaftsbilder von Hans F. Gude, Konrad Müller-Kurzwelly, Paul Müller-Kaempff" im Kunstkaten Ahrenshoop vom 11. Mai – 6. Juli 2014
  • Alfried Nehring: www.müller-kurzwelly.de
  • Sabine Meister: Die Vereinigung der XI. Die Künstlergruppe als Keimzelle der organisierten Moderne in Berlin. Dissertation, Universität Freiburg 2006. Online bei Uni Freiburg
  • Ulrich Schulte-Wülwer: Künstlerkolonie Ekensund am Nordufer der Flensbuerger Förde Westholsteinische Verlagsanstalt Boyens & Co. KG

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Konrad Alexander Müller-Kurzwelly – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien