Konrad Köstlin

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Konrad Köstlin (* 8. Mai 1940 in Berlin) ist ein deutscher Volkskundler.

Werdegang[Bearbeiten]

Er studierte Volkskunde, Soziologie und Philosophie an den Universitäten Tübingen und München, wo er 1967 mit der Dissertation "Sicherheit im Volksleben" promovierte. 1976 habilitierte er sich in Kiel mit der Arbeit Gilden in Schleswig-Holstein – Die Bestimmung des Standes durch „Kultur“. Nach seiner Lehrtätigkeit in Kiel, Regensburg und Tübingen wurde er 1994 zum Ordinarius für Volkskunde an der Universität Wien ernannt.

Köstlin war von 1983 bis 1987 Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde (DGV) und darüber hinaus langjähriger Vorsitzender der Société internationale d'ethnologie et de folklore (SIEF). Sein wissenschaftliches Gesamtwerk hat ihn über die Fachgrenzen hinaus bekannt gemacht.

Seit Anfang November 2007 ist Konrad Köstlin Vizepräsident und Leiter der wissenschaftlichen Kommission des Österreichischen Volksliedwerks. Er ist Präsident des Vereins für Volkskunde in Wien.

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Sicherheit im Volksleben. München 1967
  • Gilden in Schleswig-Holstein. Die Bestimmung des Standes durch "Kultur". Göttingen 1976
  • Kinderkultur. Focke-Museum, Bremen 1987
  • Historische Methode und regionale Kultur. Tesdorpf, Berlin 1987
  • Informationen zum Studium der Volkskunde, europäischen Ethnologie, empirischen Kulturwissenschaft an deutschsprachigen Universitäten. Dt. Ges. für Volkskunde, Regensburg 1987
  • Ethnographisches Wissen. Institut für Volkskunde, Wien 1999
  • Volkskultur und Moderne. Institut für Europopäische Ethnologie, Wien 2000

Weblinks[Bearbeiten]