1940

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1940
Durch deutsche Luftangriffe zerstörte Häuser in London
Das Deutsche Reich beginnt mit der Luftschlacht um England.
Deutsche Truppen am Arc de Triomphe
Deutsche Truppen besetzen im Westfeldzug Paris. Die Dritte Französische Republik endet.
Öffnung der Massengräber durch deutsche Truppen, Aufnahme einer Propagandakompanie
Die Sowjetunion begeht
im besetzten Ostpolen
das Massaker von Katyn.
1940 in anderen Kalendern
Armenischer Kalender 1388/89 (Jahreswechsel Juli)
Äthiopischer Kalender 1932/33 (10./11. September)
Bahai-Kalender 96/97 (20./21. März)
Buddhistische Zeitrechnung 2483/84 (südlicher Buddhismus); 2482/83 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana)
Chinesischer Kalender 77. (78.) Zyklus

Jahr des Metall-Drachen 庚辰 (seit 8. Februar, davor Erde-Hase 己卯)

Chuch’e-Ideologie (Nordkorea) Chuch'e 29
Dai-Kalender (Vietnam) 1302/03 (Jahreswechsel April)
Dangun-Ära (Korea) 4273/74 (2./3. Oktober)
Iranischer Kalender 1318/19 (um den 21. März)
Islamischer Kalender 1358/59 (29./10. Februar)
Japanischer Kalender 昭和 Shōwa 15;

Kōki 2600

Jüdischer Kalender 5700/5701 (1./2. Oktober)
Koptischer Kalender 1656/57 (10./11. September)
Malayalam-Kalender 1115/16
Minguo-Kalender (China) Jahr 29 der Republik
Seleukidische Ära Babylon: 2250/51 (Jahreswechsel April)

Syrien: 2251/52 (Jahreswechsel Oktober)

Suriyakati-Kalender (Thai-Solar-Kalender) 2482/83 (1. April)
Tibetischer Kalender 1686
Vikram Sambat (Nepalesischer Kalender) 1996/97 (April)

Ereignisse[Bearbeiten]

Politik und Weltgeschehen[Bearbeiten]

Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten]

Karte von Europa Anfang des Jahres
Karte von Europa Ende des Jahres
Winterkrieg zwischen Sowjetunion und Finnland[Bearbeiten]
Verlauf der Mannerheim-Linie
  • 1. Februar: Semjon Konstantinowitsch Timoschenko führt probeweise die ersten Angriffe mit Auftragstaktik gegen die finnischen Verteidigungslinien.
Teil der Mannerheim-Linie, im Vordergrund Draht- und Steinhindernisse, links im Hintergrund Bunker
Stellungen der sowjetischen und finnischen Truppen zum Kriegsende
  • Trotz des Sieges wird die geringe Leistung der Roten Armee im Winterkrieg von anderen Großmächten wahrgenommen und diese in der Folge unterschätzt.
Polen / Baltikum[Bearbeiten]
Deportation ins Ghetto Litzmannstadt
Berias Exekutionsbeschluss, S 1
Trümmer des Chopin-Denkmals
Konstantin Päts als Häftling in einem sowjetischen Gefängnis
Der Angriff auf Dänemark und Norwegen[Bearbeiten]
Zerstörer an der Columbuskaje vor dem Auslaufen nach Norwegen
Weserübung in Dänemark
  • 9. April: Deutsche Truppen beginnen das Unternehmen Weserübung Süd mit dem Einmarsch in Dänemark. Die dänische Armee leistet nur stellenweise Widerstand. Bereits am Abend ist das Land vollständig besetzt.
  • 9. April: Deutsche Einheiten unter Eduard Dietl besetzen ohne Gegenwehr den norwegischen Hafen Narvik. Auch Trondheim und andere Hafenstädte werden planmäßig besetzt. Nur in Oslo kommt es zu Verzögerungen bis zum folgenden Tag, was der Königsfamilie Gelegenheit gibt, mit den gesamten Goldreserven des Landes in Richtung Tromsø zu entkommen.
  • 10. April: Die britische Marine führt in der Schlacht um Narvik ihren ersten Angriff auf deutsche Invasionstruppen durch. Die deutsche Kriegsmarine erleidet schwere Verluste. Am 13. April kommt es zu einem neuerlichen Gefecht, das für die deutschen Schiffe neuerlich mit einer Niederlage endet.
  • 12. April: Britische Truppen besetzen die zu Dänemark gehörenden Färöer.
  • 14. April: Die alliierten Truppen beginnen mit der Landung in der Nähe von Narvik.
  • 24. April: Josef Terboven wird als Reichskommissar für Norwegen eingesetzt. Am gleichen Tag beginnen norwegische Truppen die deutschen Einheiten in Narvik anzugreifen, die sich in den folgenden Wochen einer fünffachen Übermacht der Alliierten gegenübersehen.
  • 25. April: Die Flagge der Färöer wird von Großbritannien international anerkannt. Seitdem ist der 25. April auf den Färöern ein Feiertag.
Winston Churchill als Premierminister
Narvik am 2. Juni
Westfeldzug und Krieg gegen England[Bearbeiten]
Eroberung der Niederlande und Angriff durch die Ardennen
Niederländische Verteidigungslinien 1940
Rotterdam nach dem Luftangriff
Kapitulation der Niederlande durch General Winkelmann
Westfeldzug 21. Mai bis 4. Juni
Ankunft von in Dünkirchen eingeschifften britischen Truppen in Dover
Deutsche Siegesparade auf der Avenue Foch vor dem Arc de Triomphe
Hitler besucht Paris
Überreichung der Waffenstillstandsbedingungen
Besetztes Frankreich und Vichy-Regime
  • 22. Juni: Am gleichen Ort und im gleichen Eisenbahnwagon wie 1918 wird in Compiègne der Waffenstillstand zwischen Frankreich und Deutschland unterzeichnet. Die De-facto-Kapitulation bringt unter anderem die Teilung Frankreichs in einen unter deutscher Militärverwaltung stehenden Nord- und Westteil sowie einen unbesetzten Südteil (etwa 40 % der Landesfläche) mit Vichy als Sitz der französischen Regierung.
  • 3. Juli: Um eine befürchtete Übergabe franzö­sischer Kriegs­schiffe an die Deutschen zu verhindern, greifen in der Operation Catapult britische Verbände im franzö­sischen Kriegshafen Mers-el-Kébir in Algerien liegende Flottenverbände an. Militärisch ist die Operation, bei der rund 1300 französische Seeleute ums Leben kommen, nur teilweise ein Erfolg. Zwar können zwei Schiffe versenkt werden, doch entkommt die restliche Flotte in Richtung der südfranzösischen Häfen.
  • 10. Juli: Die Luftschlacht um England setzt mit Angriffen der deutschen Luftwaffe auf Konvois im Ärmelkanal und küstennahe britische Marineeinrichtungen ein. Das Deutsche Reich möchte mit diesen Angriffen die Kapitulation Großbritanniens erzwingen.
  • 11. Juli: Philippe Pétain gründet in Vichy den État français. Am Tag zuvor hat die in Vichy versammelte Nationalversammlung ihn dazu bevollmächtigt. Damit endet die Dritte Französische Republik.
  • 12. Juli: Philippe Pétain verkündet die ersten drei Konstitutionsakte, in denen er sich unter anderem selbst zum Chef d’État mit Weisungsrecht gegenüber der Exekutive, Legislative und Judikative erklärt. Mit Konstitutionsakt Nummer 4 erklärte er überdies Pierre Laval zu seinem Stellvertreter.
  • 16. Juli: Adolf Hitler gibt den Befehl, das Operation Seelöwe, die Invasion Großbritanniens, vorzubereiten.
  • 19. Juli: Adolf Hitler richtet in einer Reichstagsrede einen Friedensappell an die britische Regierung.
  • 2. August: Das CdZ-Gebiet Luxemburg wird gegründet. Das bisherige Großherzogtum wird einer deutschen Zivilverwaltung unterstellt und damit praktisch deutschem Reichsgebiet gleichgestellt. Der Gebrauch der französischen Sprache wird kurz darauf verboten. Am 22. Oktober werden die luxemburgische Abgeordnetenkammer und der luxemburgische Staatsrat, die noch als Landesverwaltung im Amt geblieben sind, aufgelöst.
  • 2. August: Auch der deutsche Teil Lothringens erhält durch Führererlass eine Zivilverwaltung. Chef der Zivilverwaltung mit Sitz in Saarbrücken wird Josef Bürckel.
  • 13. August: Die deutsche Luftwaffe beginnt in der Luftschlacht um England mit einer Serie von Großangriffen auf Einrichtungen der britischen Royal Air Force.
  • 17. September: Hitler verschiebt das Unternehmen Seelöwe gegen Großbritannien „bis auf weiteres“.
  • 18. September: Der britische Ozeandampfer City of Benares wird vor der Rockall-Sandbank vom deutschen U-Boot U 48 ohne Vorwarnung torpediert und versenkt. Unter den 248 Todesopfern sind 77 Kinder eines britischen Kinderrettungsprogramms.
  • 22. Oktober: Deportation von etwa 6.500 jüdischen Bürger(innen) aus Baden, der Pfalz und dem Saarland nach dem südfranzösischen Gurs (Camp de Gurs)
Pétain und Hitler in Montoire
  • 24. Oktober: Bei einem Treffen mit Hitler in Montoire lehnt Philippe Pétain einen Kriegseintritt an der Seite der Achsenmächte ab und erklärt Frankreichs Neutralität. Jedoch hält er eine Kollaboration mit dem Deutschen Reich für notwendig, um die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen, Art und Umfang der materiellen, personellen und industriellen Ausbeutung des Landes in Grenzen zu halten und die Rückführung der fast zwei Millionen französischer Soldaten aus deutscher Kriegsgefangenschaft zu erreichen.
  • 28. Oktober: Vor der irischen Nordwestküste sinkt der kanadische Ozeandampfer Empress of Britain nach Bombardierung durch einen deutschen Seefernaufklärer und Torpedierung durch ein deutsches U-Boot; 45 Menschen sterben.
Balkan und „Operation Barbarossa“[Bearbeiten]
Der Krieg in Afrika[Bearbeiten]
Der Mittelmeerraum vor Beginn des Afrikafeldzugs
Zweiter Japanisch-Chinesischer Krieg[Bearbeiten]
Zweites Kabinett Konoe
Bündnispolitik[Bearbeiten]

Schweiz[Bearbeiten]

Weitere Ereignisse in Europa[Bearbeiten]

Weitere Ereignisse weltweit[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Wissenschaft und Technik[Bearbeiten]

Entwicklung der Atombombe[Bearbeiten]

  • März: Die emigrierten Physiker Otto Frisch und Rudolf Peierls verfassen an der Universität Birmingham das Frisch-Peierls-Memorandum über die Möglichkeit des Baus einer „Super-Bombe“ mittels Ausnutzung der bei Kernspaltung freiwerdenden Energie. Frisch und Peierls übergeben das Memorandum, in dem sie ihrer Sorge Ausdruck verleihen, dass eine soche Waffe in Nazi-Deutschland entwickelt werden könnte, unter dem Siegel strenger Geheimhaltung an ihren australischen Kollegen Mark Oliphant, der es wiederum an Henry Tizard, einen hohen Luftwaffenoffizier weiterleitet.
  • 10. April: Die britische MAUD-Kommission bestehend aus sechs Wissenschaftlern tritt erstmals zusammen, um über die mögliche Herstellung einer Atombombe zu beraten. Bei dieser konstituierenden Sitzung wird ein Forschungsprogramm zur Isotopentrennung und Kernspaltung beschlossen.

Archäologie[Bearbeiten]

Goldmaske des Amenemope

Architektur[Bearbeiten]

Aviation[Bearbeiten]

Kultur[Bearbeiten]

Film[Bearbeiten]

Hauptartikel: Filmjahr 1940

Literatur[Bearbeiten]

Hauptartikel: Literaturjahr 1940

Musik und Theater[Bearbeiten]

Katastrophen[Bearbeiten]

Kleinere Unglücksfälle sind in den Unterartikeln von Katastrophe aufgeführt.

Sport[Bearbeiten]

  • Keine Olympischen Spiele wegen des Krieges

Nobelpreise[Bearbeiten]

Nobelpreise werden nicht verliehen.

Geboren[Bearbeiten]

Januar[Bearbeiten]

Franz Müntefering, 2013
Joachim Gauck, 2011
Carlos Slim Helú, 2007

Februar[Bearbeiten]

Hubert Burda, 2008
Peter Fonda, 2009

März[Bearbeiten]

Lothar de Maizière, 2011
Chuck Norris, 2006

April[Bearbeiten]

Margrethe II.
Al Pacino, 2004

Mai[Bearbeiten]

Juni[Bearbeiten]

Peer Augustinski, 2009

Juli[Bearbeiten]

Wolfgang Clement, 2004
Ringo Starr, 2011
Patrick Stewart, 2012

August[Bearbeiten]

Martin Sheen, 2008
Marie-Luise Marjan, 2012
Dirk Sager, 2009

September[Bearbeiten]

Linda Gray, 2013

Oktober[Bearbeiten]

John Lennon, 1964
Cliff Richard, 2013
Pelé

November[Bearbeiten]

Carolin Reiber (links) mit Hannelore Kohl, 1986
Elke Sommer
Qabus ibn Said
Bruce Lee

Dezember[Bearbeiten]

Frank Zappa, 1977

Genaues Geburtsdatum unbekannt[Bearbeiten]

Gestorben[Bearbeiten]

Januar/Februar[Bearbeiten]

März/April[Bearbeiten]

Selma Lagerlöf, 1908
Carl Bosch, 1931

Mai/Juni[Bearbeiten]

Paul Klee, 1911

Juli/August[Bearbeiten]

Leo Trotzki (um 1929)
Paul Nipkow
Joseph John Thomson

September/Oktober[Bearbeiten]

November/Dezember[Bearbeiten]

Manuel Azaña

Genauer Todestag unbekannt[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: 1940 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien