Konvention

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Eine Konvention (Aussprache: [kɔnvɛnˈʦi̯oːn]; vom lateinischen conventio für „Übereinkunft“ oder „Zusammenkunft“) ist eine (nicht notwendig festgeschriebene) Regel, die von einer Gruppe von Menschen aufgrund eines beschlossenen Konsenses eingehalten wird. Die Übereinkunft kann stillschweigend zustande gekommen oder auch ausgehandelt worden sein. Zum selben Wortstamm gehören auch die Begriffe Konvent und Konventionalismus. Das Adjektiv konventionell hat neben der Bedeutung den (gesellschaftlichen) Konventionen zu entsprechen auch die von herkömmlich oder hergebracht. Beispielsweise konventionelle Kriegsführung (als Abgrenzung zu atomarer, biologischer, chemischer), konventionelle Landwirtschaft (als Abgrenzung zur ökologischen Landwirtschaft). In der Kunst bezeichnet konventionell eine nicht neue, nicht originelle schöpferische Leistung.

Konventionen als soziale Handlungsanweisungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Soziale Norm und Norm (Sprache)

Konventionen sind soziale Normen (Gesellschaftliche Normen, Soziale Skripte). Sie definieren mögliche Verhaltensweisen in einer sozialen Situation und geben Verhaltensregelmäßigkeiten an. Konventionen sind Teil der Kultur einer Gesellschaft und mit der gesellschaftlichen Entwicklung wandelbar. Konventionen können dabei auch als Mittel einer Einschränkung des Einzelnen, seiner Rechte oder Möglichkeiten, betrachtet werden. Wer gegen bestehende Konventionen verstößt, verhält sich unkonventionell. Über den Sinn der Konvention schreibt Kurt Volkmann:[1]

„Man kann einem Zwanzigjährigen nicht die Weisheit eines grauen Hauptes beibringen, man kann Dumme nicht klug machen, aber man kann einem reifenden Menschen Form geben. Haltung ist beim Jüngling wichtiger als Klugheit.“

Kurt Volkmann

Konvention als multilaterale Übereinkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Begriff Konvention bezeichnet auch einen völkerrechtlichen Vertrag, der multilateral (mehrseitig) geschlossen wird. Hierzu zählen etwa die Vertragswerke, die unter dem Dach der Vereinten Nationen entstehen. Im offiziellen deutschen Sprachgebrauch wird meist der sinngemäße Ausdruck „Übereinkommen“ verwendet. Welthistorische Bedeutung hat die Konvention von Tauroggen (1812).

Technische Konventionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Technische Konventionen werden in Normungen festgelegt.

Convention[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Conventions sind Zusammenkünfte, Tagungen, Kongresse.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • David Lewis: Convention. Harvard University Press, Cambridge MA 1969.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Konvention – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Tübinger Rhenanen, 5. Auflage (2002), S. 167