Kunst Archiv Darmstadt

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Kunst Archiv Darmstadt
John-f-kennedy-haus-2011-da-082.jpg
John-F.-Kennedy-Haus, Sitz des Literaturhauses Darmstadt, am Kennedyplatz in Darmstadt

Gründung 1984
Ort Darmstadt Welt-IconKoordinaten: 49° 52′ 20,8″ N, 8° 38′ 40,8″ O
Betreiber Kunst Archiv Darmstadt e. V.
Leitung Claus K. Netuschil
Website kunstarchivdarmstadt.de

Das Kunst Archiv Darmstadt e. V. ist eine Dokumentationsstelle der gesamten bildenden Kunst im Raum Darmstadt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Archiv Darmstädter Künstler (ADK) wurde am 1. Oktober 1984 von einem kleinen Kreis interessierter Kunstfreunde gegründet. Entstanden ist das Archiv aus der Arbeit und in den Räumen der 1976 gegründeten privaten Galerie Netuschil.

Seit 1998 befindet sich das Archiv im John-F.-Kennedy-Haus (heute: Literaturhaus); gleichzeitig wurde das Archiv in Kunst Archiv Darmstadt umbenannt. Vereinsvorsitzender ist der Darmstädter Galerist Claus K. Netuschil.

2014 erhielt das Kunst Archiv eine umfangreiche Schenkung der HEAG, die in der Ausstellung „Von Eugen Bracht bis Pierre Kröger : ein Darmstädter Bilderschatz von 1900 bis 2000“ gezeigt wurde.

Sammlung, Archiv, Bibliothek[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Archiv versteht sich als Dokumentationsstelle der gesamten bildenden Kunst im Raum Darmstadt. Es steht umfangreiches Archivmaterial zu Künstlern, Kunstwerken und zum Ausstellungsgeschehen vom Beginn der Darmstädter Kunstgeschichte bis zur Gegenwart, ebenso wie eine Präsenzbibliothek mit über 4.000 Bänden - Künstlermonografien, Ausstellungs- und Kunstkatalogen und eine Sammlung von Videofilmen - den über 550 Mitgliedern des Archivs (Stand 2014),[1] der Forschung und der allgemeinen öffentlichen Nutzung zur Verfügung.

Das Kunst Archiv Darmstadt bewahrt darüber hinaus die umfangreichen Archive und Nachlässe zum Werk von Karl Thylmann und Annelise Reichmann auf. Eine im ständigen Aufbau befindliche Sammlung Darmstädter Kunst, aus der in regelmäßigen Abständen in den eigenen Räumen Ausstellungen gezeigt werden, umfasst Werkgruppen von Esteban Fekete, Well Habicht, Heinrich Reinhard Kröh, Wilhelm Loth, Helmut Lortz, Wilhelm Philipp, Karl-Heinz Schnabel, Jörg Sussebach, Robert Cauer, Ölgemälde, Aquarelle und Grafiken verschiedener Künstler, sowie die schriftlichen Nachlässe des Bildhauers Fritz Schwarzbeck und des Kunstkritikers Robert D’Hooghe.

Das Archiv verfügt darüber hinaus über eine Plakatsammlung.[2]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Archiv bietet neben der Dokumentations- und Archivarbeit ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm an, wie Museumstage, Kurzreisen, Vorträge und Führungen durch Ausstellungen inner- und außerhalb Darmstadts, Atelierbesuche und Werkstattgespräche. Das Archiv gibt Kataloge und Publikationen zur Kunst und Kunstgeschichte in Darmstadt heraus. Die Mitarbeiter arbeiten alle ehrenamtlich.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Claus K. Netuschil (Hrsg.), Barbara Spahn (Bearb.): Kunstszene Darmstadt A – Z: Verzeichnis bildender Künstler in und um Darmstadt. Kunst Archiv Darmstadt, Darmstadt 1997, ISBN 3-9802087-6-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Darmstädter Echo vom Donnerstag, 9. Oktober 2014, S. 10
  2. Stadtlexikon Darmstadt. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 2006, S. 533 f.