Kurt Prietzel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Kurt Prietzel (* 29. April 1897 in Langwaltersdorf; † April 1945) war ein deutscher Polizist und SS-Führer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Prietzel war Kriegsfreiwilliger im Ersten Weltkrieg. Nach Kriegsende war Prietzel als Zahlmeister von März 1920 bis 1936 Hauptmann der Landespolizei. Danach gehörte er dem Nachrichtensturmbann der SS-Verfügungstruppe als Verwaltungsführer an.[1]

Anschließend trat er der NSDAP (Mitgliedsnummer 4.158.931) und SS (SS-Nr. 276.744) bei. Bei der Waffen-SS erreichte er im Januar 1942 den Rang eines SS-Standartenführers.[2]

Ab April 1939 war er Hauptabteilungsleiter im Hauptamt Haushalt und Bauten und wurde dort 1941 Stellvertreter des Amtsleiters. Ab Februar 1942 leitete Prietzel im neu entstandenen SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamt (SS-WVHA) das Amt B I (Verpflegungswirtschaft) und stellvertretend die Amtsgruppe B. Anfang Februar 1943 wechselte Prietzel ins Reichssicherheitshauptamt (RSHA) und leitete dort das Amt II (Organisation, Verwaltung und Recht). Ab Anfang Juni 1944 wechselte Prietzel als SS-Wirtschafter nach Oslo. Seit April 1945 gilt Prietzel als vermisst. Wahrscheinlich ist er bei Kampfhandlungen in der Endphase des Zweiten Weltkrieges umgekommen.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jan Erik Schulte: Zwangsarbeit und Vernichtung: Das Wirtschaftsimperium der SS. Oswald Pohl und das SS-Wirtschafts-Verwaltungshauptamt 1933-1945. Paderborn 2001, ISBN 3-506-78245-2.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Jan Erik Schulte: Zwangsarbeit und Vernichtung: Das Wirtschaftsimperium der SS. Oswald Pohl und das SS-Wirtschafts-Verwaltungshauptamt 1933-1945. Paderborn 2001, S. 474
  2. Ernst Klee: Auschwitz. Täter, Gehilfen und Opfer und was aus ihnen wurde. Ein Personenlexikon, Frankfurt am Main 2013, S. 323