Kurt Wannow

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Kurt Wannow († 1962 in Berlin) war ein deutscher Anwalt vor 1933 und ein Betrüger.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er ist dafür bekannt, dass er das Preisgeld von 100.000 Reichsmark Carl von Ossietzkys für den Friedensnobelpreis 1935 veruntreut hat.[1]

Wannow wurde 1933 wegen der Unterschlagung von Mandantengeldern aus der Rechtsanwaltskammer ausgeschlossen. 1935 überzeugte Wannow die Ehefrau Ossietzkys, dass ihr Ehemann eine Bevollmächtigung für die Abholung des Preisgeldes aus Norwegen ausstellen solle. Ossietzky tat dies. Wannow erbeutete vier Fünftel der damals sehr großen Geldsumme und legte sie für sich an, kaufte für sich ein Kino und gewährte mit dem Geld Darlehen.

Gegen Wannow wurde im Jahr 1938 prozessiert und er wurde zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Kurt Wannow starb im Jahr 1962.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hat er die Entschlossenheit seiner Gegner unterschätzt? : Dableiben kann man ja ruhig begründen mit ... dem ständigen Wunsch, für alles, was er verteidigt hat, geradezustehen. Abgerufen am 20. Januar 2021.
  2. Wie Ossietzky um den Nobelpreis betrogen wurde. Abgerufen am 20. Januar 2021.