Löwenhagen

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Löwenhagen (Begriffsklärung) aufgeführt.
Löwenhagen
Gemeinde Niemetal
Koordinaten: 51° 31′ 13″ N, 9° 42′ 13″ O
Höhe: 236 m
Eingemeindung: 1. Januar 1973
Postleitzahl: 37127
Vorwahl: 05502

Löwenhagen ist ein Ortsteil der Gemeinde Niemetal in der Samtgemeinde Dransfeld im Landkreis Göttingen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niemetal-Löwenhagen, "Schloss", Sitz der Stockhausenschen Forst- und Schlösserverwaltung

Löwenhagen ist ein Dorf, das im Tal der Nieme und an der Deutschen Märchenstraße liegt, 5 km westlich von Dransfeld. Die Weser fließt in 7 km Entfernung westlich von Löwenhagen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bau der ersten Kirche in Karolinger Maßen erfolgte vor 1318. In einer Urkunde vom 22. September 1318 wird die Ortschaft Löwenhagen erstmals urkundlich erwähnt. Im Jahr 1333 verkauft Albert von Stockhausen seine Besitzungen in Löwenhagen an das Kloster Bursfelde für 15 Mark. 1360 sind die Eisenerzvorkommen in der „Eisenkuhle“ erschöpft. Die Eroberung der Bramburg durch Landgraf Wilhelm von Thüringen erfolgt 1458. (⇒ Entstehung der Sage von Löwenhagen).

Neuzeit bis heute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1622 erhielt Löwenhagen eine eigene Pfarrstelle und 1658 erfolgte der Bau der 2. (Tauf- und Begräbnis-) Kirche in Löwenhagen in Calenberger Maßen (Fürstentum Calenberg). 1689 lebten auf dem Gut Löwenhagen 25 Einwohner und im Dorf Löwenhagen 74 Menschen. Im Siebenjährigen Krieg gab es 1760 ein Gefecht bei Löwenhagen, in dem Frankreich und seine Alliierten gegen Hannover, Braunschweig und Engländer kämpften. 1792 begann der Bau der 3. Kirche in Löwenhagen, die heute noch steht.

1904 erfolgte der Bau des Herrenhauses derer von Stockhausen. Vier Jahre später wurde mit dem Bau einer neuen Schule am Bekeplatz begonnen.

1950 wurde die Freiwillige Feuerwehr Löwenhagen gegründet. 1956 erfolgte der Bau der Kanalisation. Ein neues Feuerwehrhaus in Verbindung mit einem Lagerhaus der Spar- und Darlehnskasse wurde 1963 gebaut. 1970 hatte das Dorf 233 Einwohner. Im Zuge der Verwaltungsreform verlor die Gemeinde Löwenhagen ihre Selbständigkeit. Am 1. Januar 1973 wurde sie ein Teil der neuen Gemeinde Niemetal und der Samtgemeinde Dransfeld.[1] 1987 erhielt Löwenhagen einen Kindergarten, der in der ehemaligen Schule eingerichtet wurde. Der Umbau des Lagerhauses der Spar- und Darlehnskasse zu einem Dorfgemeinschaftsraum erfolgt 1991. Im Jahr 2006 wurde die Kanalisation erneuert. 2008 wurde das Schwimmbad geschlossen. Der Campingplatz wird seit 2009 privat betrieben.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 213.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]