L’étoile du nord

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Werkdaten
Titel: Der Nordstern
Originaltitel: L’étoile du nord
Titelblatt des Klavierauszugs, Paris 1854

Titelblatt des Klavierauszugs, Paris 1854

Form: Opéra-comique in drei Akten
Originalsprache: Französisch
Musik: Giacomo Meyerbeer
Libretto: Eugène Scribe
Uraufführung: 16. Februar 1854
Ort der Uraufführung: Opéra-Comique, Paris
Spieldauer: ca. 3 Stunden
Ort und Zeit der Handlung: Finnland und St. Petersburg, 1702/1703
Personen
  • Péters Michaeloff, Zimmermann, eigentlich Zar Peter von Russland (Bass)
  • George Skawronski, Tischler und Dorfmusikant (Tenor)
  • Catherine, seine Schwester (Sopran)
  • Prascovia, seine Braut (Sopran)
  • Danilowitz, Zuckerbäcker (Tenor)
  • Gritzenko, ein Kalmück (Bass)
  • Meister Reynolds, Schankwirt (Bass)
  • General Tchéréméteff (Sprechrolle)
  • Oberst Yermoloff (Bass)
  • Nathalie und Ekimonna, Marketenderinnen (2 Soprane)
  • Ismaïloff, ein kosakischer Offizier (Tenor)
  • Zwei Arbeiter (Tenor, Sprechrolle)
  • Soldaten, Rekruten, Zimmerleute mit ihren Frauen und Kindern, Dorfbewohner, Kalmücken, Dorfmusikanten, Mädchen und Jungen als Hochzeitsgäste, Marketenderinnen, Soldaten verschiedener Ränge und Waffengattungen, Frauen in Kadetten- oder Rekrutenuniform, Bäuerinnen, Damen und Herren am Zarenhof, Ehrendamen (Chor, Statisten)

L’étoile du nord (deutsch: Der Nordstern) ist eine Opéra-comique in drei Akten des Komponisten Giacomo Meyerbeer. Dieses Werk entstand zwischen 1849 und 1854 und erlebte seine Uraufführung am 16. Februar 1854 an der Opéra-Comique in Paris. In einer veränderten zweiten Fassung hatte diese Oper am 19. Juli desselben Jahres am Royal Opera House in London Premiere.

Für dieses Werk verwendete Meyerbeer sechs Nummern aus seinem Singspiel Ein Feldlager in Schlesien. Ludwig Rellstab übersetzte das Libretto von Eugène Scribe noch im selben Jahr, und Ende 1854 konnte diese Oper in Stuttgart auf die Bühne gebracht werden.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Akt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorf bei Wiborg

Verkleidet als Zimmermann unter dem Namen Péters Michaeloff lernt Zar Peter Catherine kennen, die Schwester des Tischlers George Skawronski. Doch bevor er sich ihr erklären kann, verschwindet sie. Wenig später erfährt Zar Peter, dass Catherine, verkleidet als Soldat, den Militärdienst für ihren Bruder George ableistet.

Zweiter Akt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Russisches Lager

Die Militärkapelle übt; man hört Märsche und Lieder. Soldaten exerzieren, und es herrscht ein buntes Lagerleben. Plötzlich stürzt ein Rekrut (Catherine) ins Lager und berichtet von einer Verschwörung gegen den Zaren. Rechtzeitig gewarnt, kann dieser die Revolte niederschlagen und die Rädelsführer verhaften lassen.

Dritter Akt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zarenpalast in St. Petersburg

Zar Peter glaubt, dass Catherine tot ist. Doch augenscheinlich ist sie wahnsinnig geworden. Man bringt sie nach St. Petersburg, und Zar Peter führt sie in seinen Garten. Dort hat er das Dorf bei Wiborg – wo er sich mit Catherine erstmals traf – nachbauen lassen. Als Catherine dies gewahr wird, kommt sie wieder zu Verstand. Nun erscheint der Zar in seiner Zimmermannstracht, und sie erkennt in ihm sofort ihren Geliebten und stürzt sich in seine Arme. Beruhigt kann er sich nun als Zar zu erkennen geben und ihr einen Antrag machen.

Instrumentation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Orchesterbesetzung der Oper enthält die folgenden Instrumente:[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Leo Melitz: Führer durch die Opern. Globus-Verlag, Berlin 1914, S. 201.
  • Horst Seeger: Opern-Lexikon. Heinrichshofens Verlag, Wilhelmshaven 1978, ISBN 3-7959-0271-1, S. 182.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: L'Étoile du Nord (opéra) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sieghart Döhring: L’Etoile du nord. In: Pipers Enzyklopädie des Musiktheaters. Band 4: Werke. Massine – Piccinni. Piper, München/Zürich 1991, ISBN 3-492-02414-9, S. 152–155.