LZ 6

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LZ 6 im Bau 1909
LZ 6 beim Einbringen in die schwimmende Halle der Zeppelin-Werke
LZ 6 landet am 20. September 1909 in Essen

Der Zeppelin LZ 6 „Deutschland“ war ein Verkehrsluftschiff der Deutschen Luftschiffahrts-Aktiengesellschaft (DELAG) zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

LZ 6 war eine Weiterentwicklung der bisherigen Zeppeline. Am 25. August 1909 erfolgte die erste Fahrt des neuen Luftschiffes. Es folgten Besuche in Berlin und zur Internationalen Luftschiffahrt-Ausstellung in Frankfurt. Für den Einsatz als Passagierluftschiff wurde LZ 6 seit dem 12. Februar 1910 umgebaut. Es wurde ein dritter Motor von 140 PS eingesetzt und zwischen der vorderen und der hinteren Maschinengondel eine Passagierkabine in der Form eines Eisenbahnwaggons für etwa 20 Passagiere eingehängt. Nach 39 Fahrten wurde LZ 6 an die Luftschiffahrtsgesellschaft DELAG für den Betrieb des Passagierluftverkehrs verkauft.

Von der DELAG wurden mit dem Zeppelin Rundfahrten über der Umgebung von Baden Baden, nach Straßburg und Karlsruhe unternommen.[1] Die DELAG unternahm mit LZ 6 34 Passagier- und Postbeförderungsfahrten.

Von LZ 6 erfolgten die ersten Versuche mit Funk von einem Luftschiff.

Die Kapitäne von LZ 6 waren Hugo Eckener, Ludwig Dürr und Herr Hacker.

Ende von LZ 6[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch nachlässiges Verhalten des Bodenpersonals verbrannte das Luftschiff am 14. September 1910 in seiner Halle in Baden-Oos im Schwarzwald.

Technische Daten vor dem Umbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Traggasvolumen: 15.000 m³ Wasserstoff
  • Länge: 136 m
  • Durchmesser: 13,0 m
  • Nutzlast: 4,5 t
  • Antrieb: Zwei Daimler-Motoren von je 115 PS
  • Geschwindigkeit: 13,5 m/s

Technische Daten nach dem Umbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Traggasvolumen: 16.000 m³ Wasserstoff
  • Länge: 144 m
  • Durchmesser: 13,0 m
  • Nutzlast: 4,3 t
  • Antrieb: Zwei Daimler-Motoren von je 115 PS und ein Maybach-Motoren von 140 PS

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Peter Meyer: Luftschiffe – Die Geschichte der deutschen Zeppeline, Wehr & Wissen, Koblenz/Bonn 1980.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Albert Sammt: Mein Leben für den Zeppelin, Verlag Pestalozzi Kinderdorf Wahlwies, ohne Jahresangabe, Seite 20

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]