Labersricht

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Labersricht – Marienkapelle

Labersricht ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Neumarkt in der Oberpfalz in der gleichnamigen Gemarkung. Das Dorf Labersricht hat 116 Einwohner.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet von Labersricht war bereits in der Bronzezeit besiedelt, wie entsprechende Grabfunde belegen.[1] So enthielt ein Hügelgrab bei Labersricht die Reste einer Frau der Mittelbronzezeit mit Schmuck.[2]

Ehemalige Gemeinde Labersricht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1972 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Labersricht im Rahmen der Gebietsreform in Bayern nach Neumarkt eingemeindet.[3] Sie bestand aus sieben Orten, den Dörfern Labersricht und Schafhof, den Weilern Fuchsberg, Karhof, Ottosau und Wolfstein und der Siedlung Wolfstein auf einer Gemarkung von 557,85 Hektar. Bei der Volkszählung 1961 hatte die Gemeinde 1247 Einwohner, davon 150 im Dorf Labersricht.[4]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Labersricht war eine stark agrarische Klein- und Mittelbauerngemeinde am Stufenrand der Flächenalb. Der trockenere Boden der Fränkischen Alp verminderte die Möglichkeit der Viehhaltung und begünstigte eher den Ackerbau. Nebenerwerbslandwirtschaft setzte relativ spät ein.[5]

Soziales Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort verfügt über eine eigene Freiwillige Feuerwehr.[6]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmäler in Neumarkt in der Oberpfalz ist für Labersricht die Dorfkapelle St. Maria als einziges Baudenkmal aufgeführt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Labersricht – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gustav Fuchs, Der Königshof Altenhof -  Ein Beitrag zur Vorgeschichte der Stadt Neumarkt
  2. Ingrid Ittner: Die gesellschaftliche Stellung der Frau in der Bronzezeit Süddeutschlands. In: Abhandlungen der Naturhistorischen Gesellschaft Nürnberg. Band 44, 2001, S. 232 (http://www.zobodat.at/pdf/Abh-Naturhist-Ges-Nuernberg_43_0225-0231.pdf (Memento vom 23. September 2017 im Internet Archive)).
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 601.
  4. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, Abschnitt II, Sp. 550 (Digitalisat).
  5. Joseph Gebhard, Die Agrarstruktur im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in ihrer räumlichen Differenzierung, Mitteilungen der Fränkischen Geographischen Gesellschaft Band 19, 1972, S. 226 (234).
  6. Ein Beitrag zur Vorgeschichte der Stadt Neumarkt

Koordinaten: 49° 18′ N, 11° 29′ O