Lager Elsterhorst

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Innenraum-Zeichnung des Oflag IV D durch den französischen Gefangenen E. Arnaud
Kriegsgräberstätte nahe dem Lager

Das Lager Elsterhorst befand sich in Elsterhorst (heute Nardt) in der heutigen Gemeinde Elsterheide bei Hoyerswerda im damaligen Regierungsbezirk Liegnitz, Provinz Niederschlesien.

Das 1938/39 errichtete Lager diente der deutschen Wehrmacht zunächst als Stammlager (Stalag IV bzw. Stalag IV A) überwiegend für polnische und tschechische Kriegsgefangene und anschließend als Offizierslager (Oflag IV-D) für überwiegend französische Kriegsgefangene.

Nach Kriegsende war es kurze Zeit sowjetisches Kriegsgefangenenlager FPPL Nr. 30 für deutsche Soldaten der Wehrmacht.

Von Oktober 1945 bis Anfang 1948 war es Durchgangs-, Quarantäne- und Umsiedlerlager für heimkehrende deutsche Soldaten und Vertriebene aus Schlesien, Ostpreußen, Pommern und dem Sudetenland.[1] Am 31. März 1948 wurde das Lager aufgelöst.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Louis-René Nougier: La Préhistoire à l’Oflag IV D, à Elsterhorst (Haute-Lusace). In: Bulletin de la Société préhistorique de France. Bd. 39, 1942, Nr. 10, S. 253–255 (Digitalisat).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Winfried Töpler: Der zehntausendfüßige Menschenwurm. Die Bewältigung der Kriegsfolgen und des schlesischen Flüchtlingsproblems im Gebiet des heutigen Bistums Görlitz. In: Rainer Bendel (Hrsg.): Vertriebene finden Heimat in der Kirche: Integrationsprozesse im geteilten Deutschland nach 1945. Böhlau, Köln, Weimar, Wien 2008, S. 291–635, hier S. 298.

Koordinaten: 51° 27′ 5,2″ N, 14° 11′ 39,9″ O