Lausitzer Rundschau

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Lausitzer Rundschau
Logo der Lausitzer Rundschau
Beschreibung deutsche Tageszeitung
Verlag LR Medienverlag und Druckerei GmbH, Straße der Jugend 54, Cottbus
Erstausgabe 1946
Erscheinungsweise Mo–Sa
Verkaufte Auflage
(IVW 2/2017, Mo–Sa)
73.254 Exemplare
Reichweite (MA II/2009) 0,28 Mio. Leser
Weblink Website der Lausitzer Rundschau
Sitz der Lausitzer Rundschau

Die Lausitzer Rundschau (LR) ist eine regionale Tageszeitung in Brandenburg und Sachsen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Zeitung wurde am 20. Mai 1946 in Bautzen gegründet und zog 1952 nach Cottbus. Sie war in der DDR Organ der SED für die Lausitz, später Organ der SED-Bezirksleitung im Bezirk Cottbus. Das heutige Druckhaus wurde 1976 eingeweiht.

Die wie in allen DDR-Medien oftmals geschönten und unangemessen optimistischen Artikel zum Aufbau des Sozialismus brachten der LR zahlreiche Spottnamen ein, die auch heute im Verbreitungsgebiet noch im Gebrauch sind, so z. B. „die Lausige“, „die Lause-Schau“, oder (in Anlehnung an die gebräuchliche Abkürzung LR) „der Lügen-Rudi“.

1984 wurde die Zeitung mit dem Vaterländischen Verdienstorden in Gold ausgezeichnet.[1]

Am 18. Januar 1990 erschien sie erstmals formal als unabhängige Zeitung. 100 Prozent der Anteile an der „LR“ gingen bei der Privatisierung im April 1990 an die Saarbrücker Zeitung Verlag und Druckerei GmbH, die damals mehrheitlich der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck (GvH) gehörte. Im gleichen Jahr wurde die Lausitzer Rundschau Verlag und Druckerei GmbH gegründet. Die Lausitzer Rundschau erscheint bis heute unter gleichem Namen. Von 2004 bis 2009 erschien die Lausitz-Ausgabe der jungen Tageszeitung 20cent.

Nach der Teilung der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck im Jahre 2009 verblieb die Zeitungsgruppe Saarbrücker Zeitung zunächst noch bei der GvH, wurde aber im Sommer 2012 an die die Rheinische Post Mediengruppe verkauft[2], so dass seit dem 1. Januar 2013 auch die Lausitzer Rundschau mit ihren Tochterunternehmen zur Rheinische Post Mediengruppe gehört.

Lausitzer Rundschau heute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Zeitung finanziert sich sowohl durch den Verkauf von Abonnements als auch durch Anzeigen. Sie erscheint in elf Lokalausgaben in Süd-Brandenburg und zwei in Nordost-Sachsen.

Die Lausitzer Rundschau ist einer der größeren Arbeitgeber der Region, im Medienhaus arbeiten etwa 400 Mitarbeiter.

Seit November 2012 wurde das Angebot um das Gastroportal finerio.de erweitert. Im August 2013 kam das Internetportal für den Brandenburger Amateurfußball fupa.net/brandenburg hinzu.

Seit Ende 2007 ist das Medienhaus als Gesellschafter bei der Lokal-Radio Cottbus GmbH beteiligt, die den Radiosender 94.5 Radio Cottbus betreibt.

Der Verlag gibt außerdem die Gratiszeitung Lausitzer Woche (bis 2015 Lausitz am Sonntag) heraus. Diese erscheint in Cottbus, im angrenzenden Landkreis Spree-Neiße, im Spreewald sowie in Senftenberg.

Auflage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Lausitzer Rundschau gehört zu den deutschen Tageszeitungen mit den größten Auflagenverlusten der vergangenen Jahre. Die verkaufte Auflage ist seit 1998 um 57,1 Prozent gesunken.[3] Sie beträgt gegenwärtig 73.254 Exemplare.[4] Das entspricht einem Rückgang von 97.636 Stück. Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 90,2 Prozent.

Entwicklung der verkauften Auflage[5]


Chefredakteure[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1946–1949: Georg Porthmann
  • 1949–1951: Kurt Gentz
  • 1951–1955: Robert Waßmann
  • 1955–1958: Paula Acker
  • 1958–1981: Robert Waßmann
  • 1981–1990: Joachim Telemann
  • 1990–1994: Wolfgang Nagorske
  • 1994–1999: Dieter Mauer
  • 1999–2004: Peter Stefan Herbst
  • 2005–2010: Dieter Schulz
  • 2010–2016: Johannes M. Fischer
  • ab 2016: Oliver Haustein-Teßmer

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Neues Deutschland, 4. Oktober 1984, S. 5
  2. http://www.wer-zu-wem.de/firma/Lausitzer-Rundschau.html
  3. laut IVW, (Details auf ivw.eu)
  4. laut IVW, zweites Quartal 2017, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  5. laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.eu)

Koordinaten: 51° 44′ 47″ N, 14° 19′ 55″ O