Lagotto Romagnolo

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Lagotto Romagnolo
Lagotto Romagnolo
FCI-Standard Nr. 298
Ursprung:

Italien

Alternative Namen:

Wasserhund der Romagna
Italienischer Trüffelhund

Widerristhöhe:

Hündinnen: 41–46 cm
 (ideal 43 cm)
Rüden: 43–48 cm
 (ideal 46 cm)
Toleranz: ± 1 cm

Gewicht:

Hündinnen: 11–14 kg
Rüden: 13–16 kg

Liste der Haushunde

Der Lagotto Romagnolo (ital. für Wasserhund der Romagna) ist eine von der FCI anerkannte italienische Hunderasse (FCI-Gruppe 8, Sektion 3, Standard Nr. 298), die in ihrem Ursprungsgebiet zur Trüffelsuche eingesetzt wird.

Herkunft und Geschichtliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Lagotto Romagnolo gehört zu den sehr alten Wasserhunderassen. Erwähnung findet der Lagotto bereits im 17. Jahrhundert als „Vallaroli“ (Lagunenjäger), eingesetzt also in Sumpf- und Morastgebieten. Seine Aufgabe war damals das Auffinden und Apportieren von geschossenem Wasserwild. Das für Wasserhunde typische, gekräuselte, leicht ölige Fell machte es möglich, unversehrt selbst im eiskalten Wasser zu arbeiten. Seit Ende des 19. Jahrhunderts nach der Urbarmachung der Feuchtgebiete wird die Rasse in der Romagna als Trüffelsucher eingesetzt und zeigt üblicherweise kaum noch Jagdverhalten.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Lagotto wird bis zu 48 cm groß und 16 kg schwer, er ist ein wohl proportionierter (quadratischer), kräftig gebauter Hund. Sein Fell ist wollig, oberflächlich etwas rau, mit eng gerollten ringförmigen Locken. Das Fell des Lagotto Romagnolo kann vielfältig gefärbt sein: Einfarbig schmutzig-weiß, schmutzig-weiß mit braunen oder orangefarbenen Flecken, einfarbig braun in verschiedenen Abstufungen, einfarbig orangefarben oder braun geschimmelt, braune bis dunkelbraune Masken sind zulässig. Der Lagotto haart nicht.

Wesen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Lagotto Romagnolo ist gut erziehbar. Er ist verspielt, kinderlieb, munter und aufgeweckt, sowie arbeitseifrig. Seine natürliche Begabung zum Revieren und sein ausgezeichneter Geruchssinn haben seinen Wandel zu einem Trüffelhund begünstigt.

Der Lagotto ist ein sehr guter Begleit- und Wachhund sowie für verschiedene Hundesportarten gut geeignet.

Krankheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Rasse ist von einer autosomal-rezessiv vererbten Form der Epilepsie betroffen. Erste Anfälle treten meist zwischen 5. und 9. Lebenswoche auf. Von 576 untersuchten Hunden der Rasse waren 32 % Anlageträger. Ein entsprechender Gentest steht zur Verfügung.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Andrea Fischer u. a.: Die idiopathische Epilepsie des Hundes. Enke, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-8304-1265-6, S. 23.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lagotto Romagnolo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien