Landesjugendorchester Baden-Württemberg

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Das Landesjugendorchester Baden-Württemberg (LJO BW) ist ein 1972 gegründetes Sinfonieorchester, das musikalische Nachwuchstalente in Baden-Württemberg fördert. Es gilt als eine der bedeutendsten Maßnahmen der musikalischen Spitzenförderung auf Landesebene und zählt zu den renommiertesten Jugendorchesters Deutschlands. Die Mitglieder qualifizieren sich durch erfolgreiches Absolvieren eines Probespiels. Träger des Orchesters ist der Landesverband der Musikschulen Baden-Württembergs.

Logo des LJO

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Landesjugendorchester Baden-Württemberg wurde 1972 von Klaus Matakas und Dietmar Mantel gegründet. Aus seinen Anfängen als erweitertes Musikschulsinfonieorchester der Städtischen Musikschule Lahr hat sich das Landesjugendorchester schnell zu einem der renommiertesten deutschen Jugendorchester entwickelt, das den Vergleich mit vielen Berufsorchestern nicht scheuen braucht.

Bis 2014 stand Christoph Wyneken dem Orchester als ständiger Künstlerischer Leiter vor. Seit 2014 arbeitet das Orchester mit renommierten wechselnden Gastdirigenten, die den jungen Musikern im Alter von 13 bis 20 Jahren vielfältige künstlerische Impulse vermitteln. Künstlerischer Berater des Orchesters ist seit 2014 Johannes Klumpp. Als Gastdirigenten standen unter anderem bereits Nicolas Pasquet, David Afkham, Hermann Bäumer, Hannes Krämer, Johannes Klumpp und Christoph Altstaedt am Pult des Orchesters. Solisten wie Simon Höfele, Felix Klieser, Kersten McCall, Tabea Zimmermann, Reinhold Friedrich, Boris Faust, Benedikt Klöckner und Franziska Hölscher waren bereits mit dem Orchester auf Tournee.

Die Aufnahme ins Landesjugendorchester Baden-Württemberg erfolgt über ein Probespiel. Nach bestandenem Probespiel erhalten die talentierten Nachwuchsmusiker während der zweimal jährlich stattfindenden Arbeitsphasen die Möglichkeit, mit bekannten Dirigenten, Solisten und Dozenten zusammenzuarbeiten und die musikalischen Ergebnisse auf ausgedehnten Konzerttourneen einem breiten Publikum zu präsentieren. Während der Arbeitsphasen erarbeitet das Orchester anspruchsvolle Werke der klassischen, romantischen und modernen Orchesterliteratur.

Patenorchester des Landesjugendorchesters Baden-Württemberg ist seit 2005 im Rahmen der gemeinsamen Initiative „tutti pro“ der Deutschen Orchestervereinigung, der Jeunesses Musicales Deutschland und dem Verband deutscher Musikschulen das Staatsorchester Stuttgart. Die Konzerte werden regelmäßig vom SWR mitgeschnitten. Zahlreiche CD-Einspielungen dokumentieren die Arbeit des Orchesters.

Bekannte ehemalige Mitglieder des Landesjugendorchesters sind unter anderem Reinhold Friedrich und Tabea Zimmermann.

Die Finanzierung erfolgt über das Land Baden-Württemberg, den Sparkassenverband Baden-Württemberg sowie über Konzerteinnahmen und Teilnehmerbeiträge. Darüber hinaus wird das Orchester durch den Förderverein und die Stiftung zur Förderung des Landesjugendorchesters Baden-Württemberg unterstützt.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Urkunde des Europäischen Jugendorchesterpreis 2008 an das LJO BW

Preise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Europäischer Jugendorchesterpreis der Stiftung „Pro Europa“ am 2. November 2008[1]
  • Leonberger Jugendmusikpreis, 27 Mal in Folge, zuletzt im Jahr 2010

Nominierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kulturmarken-Award 2008 (präsentiert vom KulturSPIEGEL) – eine der „Trendmarke des Jahres 2008“ (als erstes Jugendorchester überhaupt)[2]. Der Kulturmarken-Award wird unter anderem unterstützt von Škoda Auto Deutschland, Apollinaris, Bionade und der Deutschen Bahn AG.
  • Kulturmarken-Award 2015 – „europäische Bildungsprogramm des Jahres 2015“ mit dem Sonderprojekt Apollo 18 – Musiktheater im Jugendknast

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Urkunde des Europäischen Jugendorchesterpreises
  2. Infos zum Kulturmarken-Award