Landesstudierendenvertretung

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Eine Landesstudierendenvertretung ist in Deutschland ein Zusammenschluss von Studierendenvertretungen in einem Bundesland zur Vertretung gemeinsamer Interessen gegenüber Landesregierung und -gesetzgeber. In einigen Bundesländern (Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Thüringen) sind diese Vertretungen im Landeshochschulgesetz verbindlich festgeschrieben; Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt sehen ferner die Möglichkeit ihrer Bildung vor. In den übrigen Bundesländern bestehen diese Zusammenschlüsse auf freiwilliger Grundlage. In Bremen, Hamburg und Saarland existieren derzeit keine Landesstudierendenvertretung.[1]

In den westdeutschen Bundesländern werden diese Zusammenschlüsse traditionell als Landes-ASten-Konferenz (LAK) oder -Treffen (LAT) bezeichnet.

Zusammenschlüsse von Studierendenschaften auf Landesebene[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landes-ASten-Konferenz Bayern (LAK Bayern)[2][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landes-ASten-Konferenz Bayern (kurz LAK Bayern) ist der Zusammenschluss aller Studierendenvertretungen der bayerischen Hochschulen. Die LAK Bayern vertritt alle Studenten der Hochschulen Bayerns. Ziel der LAK ist es, den Erfahrungsaustausch und die Zusammenarbeit zwischen den Studierendenschaften zu stärken und einheitlich gegenüber der Öffentlichkeit aufzutreten. Darüber hinaus nimmt die LAK aktiv Einfluss auf alle hochschulpolitischen Prozesse und vertritt die Studierenden in relevanten gesellschaftlichen und politischen Belangen. Die LAK Bayern arbeitet, wie alle Landesverbände, mit dem fzs, dem Dachverband der Studierendenschaften in Deutschland, zusammen. Grundlage ihrer Arbeit ist die Geschäftsordnung der LAK Bayern.[3] Die Mitglieder der LAK Bayern können bis zu drei Sprecher wählen, die die Beschlüsse der LAK ausführen und das Tagesgeschäft koordinieren. Zu beachten ist dabei, dass die drei Sprecher nicht alle das gleiche Geschlecht haben dürfen und unterschiedlichen Hochschularten (Universitäten, Musik-/Kunsthochschulen, Hochschulen für Angewandte Wissenschaften) angehören müssen (§ 3 Abs. 2 der Geschäftsordnung).

Da die bayerischen Studierendenvertretungen über keine eigene Rechtsfähigkeit verfügen, hängt auch die LAK Bayern von der Finanzierung durch andere deutsche Studierendenvertretungen außerhalb Bayerns ab. Die LAK Bayern ist Ansprechpartner für die Bayerische Staatsregierung, insbesondere für das Wissenschaftsministerium, aber auch für andere landesweite Verbände. Die LAK Bayern ist außerdem eine der tragenden Organisationen des Studentischen Akkreditierungspools.

Landesstudierendenvertretung Baden-Württemberg (LaStuVe BaWü)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landes-Asten-Konferenz Berlin (LAK Berlin)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brandenburgische Studierendenvertretung (BrandStuVe)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

LandesAstenKonferenz Hessen (LAK Hessen)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landeskonferenz der Studierendenschaften Mecklenburg-Vorpommern (LKS MV)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

LandesAStenKonferenz Niedersachsen (LAK Niedersachsen)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landes-ASten-Treffen Nordrhein-Westfalen (LAT NRW) [4][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Landes-ASten-Treffen Nordrhein-Westfalen (kurz: LAT NRW) ist die freiwillige Zusammenkunft aller Studierendenvertretungen in Nordrhein-Westfalen. Sie ist die einzige legitimierte landesweite Interessenvertretung der Studierendenschaften und Studierendenvertretungen. Alle Positionen, Stellungnahmen oder Beschlüsse werden von den Mitgliedern einstimmig gefasst. Die Sitzungen finden rotierend an den Hochschulen in NRW monatlich statt. Ziel des LAT NRW ist es, den Erfahrungsaustausch und die Zusammenarbeit zwischen den Studierendenschaften zu stärken und zu bestimmten Themen einheitlich gegenüber der Öffentlichkeit aufzutreten. Darüber hinaus nimmt sie aktiv Einfluss auf alle hochschulpolitischen Prozesse und vertritt die Studierenden in relevanten gesellschaftlichen und politischen Belangen, gegenüber der Landesregierung NRW, insbesondere für das Wissenschaftsministerium und anderen landesweiten Akteure. Das LAT NRW ist Mitglied im Aktionsbündnis gegen Studiengebühren und ist eine der tragenden Organisationen des Studentischen Akkreditierungspools. Wie alle anderen Landesstudierendenvertretungen auch, arbeitet es mit dem fzs, dem Dachverband der Studierendenschaften in Deutschland und dem Bundesverband ausländischer Studierender zusammen. Zudem besteht Kontakt zum Bündnis für Politik- und Meinungsfreiheit.

Die LAT-Koordination[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf Grundlage einer Vereinbarung zwischen den einzelnen Studierendenschaften wird die LAT-Koordination (kurz: LAT-KO) finanziert. Die Studierendenschaften in NRW wählen dafür jährlich zwei Personen, die die Beschlüsse und das Tagesgeschäft ausführen. Zu beachten ist dabei, dass die Personen Koordination nicht alle das gleiche Geschlecht haben dürfen.

Die LAT–KO soll für das LAT in der Hauptsache als Informationsstelle fungieren. Sie stellt keine Vertretung für das LAT dar und fungiert als interne und externe kommunikative Schnittstelle für das LAT. Folgende Aufgaben werden durch sie selbst oder ihre Koordination bearbeitet:

  • Digitale Moderation und Information (z. B. Einladungen und Protokolle, Pflege der digitalen Kommunikationsmittel)
  • Koordination und Kommunikation (intern und extern, z. B. zu Ministerien, Parteien und Gewerkschaften in NRW)
  • Außenvernetzung und Mitgliederbetreuung Bundesweiten
  • Archivierung, Bestandspflege und Recherche

Referatetreffen ausländischer Studierender (RaSt) NRW[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Referatetreffen ausländischer Studierender (RaSt) NRW vertritt 62.080 (25,2 %)[5] Studierende. Im RaSt sind die AusländerInnenreferate, die Referate für Internationales und die Internationalismus-Referate der ASten der Hochschulen in NRW zusammengeschlossen. Das RaSt ist ein Bestandteil des Landes-ASten-Treffen NRW und ist Landesverband des Bundesverband ausländischer Studierender. Es setzt sich für die Rechte der ausländischen Studierenden ein. Themen sind vor allem die soziale und rechtliche Situation ausländischer Studierende in NRW und hier besonders die Studien- und Betreuungsgebühren. Ebenfalls befasst sich das RaSt intensiv mit der Abschaffung der Studienkollegs in NRW und der Frage von Studium und Duldung.

Die Sitzungen finden rotierend an den Hochschulen in NRW statt und werden von den LAT NRW Koordination einberufen. Diese Treffen dienen dem internen Austausch, der Befassung mit verschiedenen inhaltlichen Themen, der Beschlussfindung sowie der Planung von gemeinsamen Aktionen.[6] Gemeinsam mit dem BAS wurde ein Arbeitskreis Studium und Duldung[7] gegründet.

LandesAStenKonferenz Rheinland-Pfalz (LAK Rheinland-Pfalz)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Konferenz Sächsischer Studierendenschaften (KSS) [8][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Konferenz der Sächsischen Studentenräte, die sich auch Konferenz Sächsischer Studierendenschaften nennt,[9] ist der Zusammenschluss aller Studentenräte der staatlichen sächsischen Hochschulen gemäß § 28 SächsHSFG.[10]

Die KSS nimmt auf Landesebene Stellung im Interesse der Studierendenschaften ein und ist somit Ansprechpartnerin für die sächsische Staatsregierung, insbesondere für das Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, aber auch für andere landesweite Verbände. Sie ist zu allen Gesetzesvorhaben und Verordnungen, die die Hochschulen berühren, zu hören.

Die KSS hat 14 gesetzliche und gemäß ihrer Geschäftsordnung weitere Mitglieder. Entscheidungsorgan der KSS ist der Landessprecherrat. Grundlage der Arbeit der KSS sind ihre Geschäftsordnung und ihre Finanzvereinbarung.

Die KSS ist eine Plattform des Austausches und der Koordinierung für die Aktivitäten der sächsischen Studierendenräte. Sie hält Kontakt und bildet ein Netzwerk mit den Studierendenvertretungen anderer Bundesländer sowie bundesweiter Zusammenschlüsse. Außerdem ist sie Mitglied im Aktionsbündnis gegen Studiengebühren und eine der tragenden Organisationen des studentischen Akkreditierungspools.

Die Sprecher der örtlichen Studierendenräte der Staatlichen Studienakademien gehören nicht der Konferenz an. Sie und deren Stellvertreter nehmen ihre fachlichen und sozialen Belange im zentralen Studierendenrat der Berufsakademie Sachsen wahr (§ 30 SächsBAG).[11]

Der Landessprecherrat (kurz LSR) ist das Vertretungsorgan der KSS. Gemäß der Geschäftsordnung ergibt sich eine Zusammensetzung aus mindestens 28 Sitzen für die Vertreterinnen und Vertretern der Mitglieder der Hochschulen. Er tagt in der Regel einmal monatlich, jeweils an unterschiedlichen Hochschulstandorten.

Zwei Sprecher, die die Geschäftsordnung vorsieht, werden durch den LSR gewählt. Des Weiteren gibt es Beauftragte. Kontinuierlichen Aufgaben werden durch die Vergabe von Beauftragung für den Bereich Koordination und Öffentlichkeitsarbeit erfüllt. Basierend auf der Finanzvereinbarung gibt es eine Beauftragung zur Verantwortlichkeit zu den Finanzen. Es kann aber auch andere Beauftragte, etwa für bestimmte Projekte, geben.

Konferenz der Studierendenschaften in Sachsen-Anhalt (KSSA)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Landes-ASten-Konferenz Schleswig-Holstein (LAK SH) [12][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landes-ASten-Konferenz Schleswig-Holstein (kurz: LAK SH) ist ein freiwilliger Zusammenschluss aller Allgemeinen Studierendenausschüsse der staatlichen Hochschulen Schleswig-Holsteins.[13] Im Gegensatz zu anderen Bundesländern, wie zum Beispiel bei der Konferenz Sächsischer Studierendenschaften, ist die LAK SH nicht gesetzlich vorgeschrieben, seine Notwendigkeit lässt sich jedoch aus § 72 Abs. 2 Nr. 7 HSG ableiten.[14] Die LAK SH verfügt über keinen eigenen Haushalt und finanziert ihre Arbeit aus Zuschüssen ihrer Mitglieder.

Die LAK SH dient dem Informationsaustausch und der Koordination zwischen den Studierendenvertretungen des Bundeslandes. Darüber hinaus vertritt sie deren Interessen gegenüber der Landes- und Bundespolitik sowie der Öffentlichkeit.[15][16][17] Sie nimmt so die überregionale Interessenvertretung der Studierendenschaften ihrer Mitgliedshochschulen wahr.

Die LAK SH handelt nach einer eigenen Geschäftsordnung. Jede Hochschule verfügt über eine Stimme. Jährlich werden zwei Vertreter gewählt, die die LAK SH nach außen repräsentieren und die Sitzungen leiten.

Konferenz Thüringer Studierendenschaften (KTS) [18][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Konferenz der Thüringer Studierendenschaften (KTS) ist der gesetzlich geregelte Zusammenschluss der neun Thüringer Studierendenvertretungen. Sie vertritt die rund 50.000 Studierenden gegenüber dem Land Thüringen, das heißt vor allem gegenüber dem Landesparlament und dem Wissenschaftsministerium. Jede Thüringer Hochschule entsendet zwei Delegierte, insgesamt hat die KTS damit 18 Delegierte von den neun Thüringer Hochschulen. Aus ihrem Kreis wählt die KTS zwei gleichberechtigte Sprecher. Die KTS ist Mitglied im Aktionsbündnis gegen Studiengebühren und eine der tragenden Organisationen des studentischen Akkreditierungspools. Sie wählt die studentischen Mitglieder im Verwaltungsrat des Studierendenwerks Thüringen. Die KTS wird auf Basis einer Finanzvereinbarung ihrer Mitglieder finanziert.

Gesetzliche Grundlage[19][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rechtliche Grundlage für die Bildung der KTS ist das Thüringer Hochschulgesetz in seiner Fassung vom 21. Dezember 2006:

§ 75 Konferenz Thüringer Studierendenschaften
Die aus Studierendenschaften der Hochschulen gebildete Konferenz Thüringer Studierendenschaften vertritt die Belange der Studierenden gegenüber dem Ministerium und erhält Gelegenheit zur Stellungnahme zu Regelungen, die die Studierenden betreffen. Näheres zu ihren Aufgaben, ihrer Zusammensetzung sowie ihrer Vertretung nach außen kann sie durch ein Regelwerk festlegen, welches der Zustimmung einer Mehrheit von zwei Dritteln der zentralen Organe der Studierendenschaften bedarf.

Landesweite Zusammenschlüsse von Fachreferaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Nordrhein-Westfalen haben sich zudem die Ausländer- und Internationalismusreferate zusammengeschlossen, um im Bereich Ausländerstudium und ausländische Studierende zu kooperieren und landespolitische Absprachen zu treffen.

Vernetzung der Landesstudierendenvertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2012 treffen sich Landesstudierendenvertretungen, um sich zu vernetzen. Unter der Bezeichnung offenes Studierendentreffen, kurz O.S.T., finden gelegentlich Zusammenkünfte statt.[20] Dazu werden alle existierenden Landesstudierendenvertretung eingeladen.
Das O.S.T. begreift sich als Plattform länderübergreifenden Zusammenarbeit zur studentischen Interessenvertretung. Neben den Landesstudierendenvertretungen, sind so auch Vertretungen von Bundesfachschaftentagungen und andere Aktive, die länderübergreifend zu studentischen Belangen wirken, willkommen.
Bei den Treffen soll es einerseits zum Wissensaustausch kommen, anderseits sollen auch gemeinsame Forderungen erarbeitet werden. Beispielsweise findet eine Auseinandersetzung mit den aktuellen Themen der Kultusministerkonferenz statt.

Des Weiteren tagen die Landesstudierendenvertretungen, im Zusammenwirken mit dem freien zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs) als Verband auf Bundesebene, im Vorfeld der bundesweiten Mitgliederversammlung des fzs. Die Landesstudierendenvertretungen beraten und bewerten Anträge, die auch an ihren Zuständigkeitsbereich heranreichen. Änderungsvorschläge können die Folge sein.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.fzs.de/service/landesvertretungen/index.html
  2. Website der Landes-ASten-Konferenz Bayern
  3. Geschäftsordnung der LAK Bayern (PDF)
  4. Website der Landes-ASten-Treffen Nordrhein-Westfalen
  5. wissenschaft-weltoffen.de
  6. bas-ev.de
  7. Arbeitskreis Studium und Duldung
  8. Website der Konferenz Sächsischer Studierendenschaften
  9. § 1 Abs. 2 der Geschäftsordnung der Konferenz Sächsischer Studentenräte, SächsABl. 2011 S. A 167
  10. Bild, das den Aufbau der KSS sowie ihre Struktur verdeutlicht
  11. Sächsisches Berufsakademiegesetz vom 9. Juni 2017, SächsGVBl. S. 306 (PDF; 2 MB)
  12. Landes-ASten-Konferenz Schleswig-Holstein
  13. Homepage der Landes-ASten-Konferenz Schleswig-Holstein, Abgerufen am 24. Februar 2010.
  14. Gesetz über die Hochschulen und das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
  15. Pressemitteilung zu LAK-Teilnahme an KMK-HRK-Tagung. Abgerufen am 24. Februar 2010.
  16. Pressemitteilung zu den Bildungsprotesten im Herbst 2009. Abgerufen am 24. Februar 2010.
  17. Landtag Schleswig-Holstein Umdruck 15/4829, Schriftliche Anhörung zur Novelle des HSG (PDF; 25 kB). Abgerufen am 24. Februar 2010.
  18. Website der Konferenz Thüringer Studierendenschaften
  19. Konferenz Thüringer Studierendenschaften im Thüringer Hochschulgesetz vom 21. Dezember 2006
  20. http://wiki.lastvernetzung.de/Hauptseite#Treffen_der_Landesstudierendenvertretungen