Langenberger Forst

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Der Langenberger Forst (dänisch: Langbjerg Skov) ist ein Waldgebiet in Schleswig-Holstein.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit etwa 1000 Hektar ist der Langenberger Forst der größte Wald im Kreis Nordfriesland. Er liegt zwischen den Ortschaften Leck, Stadum und Enge-Sande.[1]

Auf den sandigen Böden wächst ein typischer Mischwald. Baumarten wie Eiche, Buche, Lärche und Fichte überwiegen. Die zahlreichen Wanderwege sind ausgeschildert und gut ausgebaut. Der Wald zählt zum Staatsforst Schleswig-Holstein und wird durch die Schleswig-Holsteinischen Landesforsten (AöR) in Neumünster verwaltet.

Geschichtliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Forstdirektor Carl Emeis erhielt im 19. Jahrhundert von der damaligen Provinzregierung den Auftrag, Nordfriesland zu bewalden, da der Norden Deutschlands nur spärlich mit Wald bedeckt war. Bei dieser gezielten Aufforstungsaktion entstand auch der Langenberger Forst.[1] In der Nähe des Ochsenweges wurde Carl Emeis ein Gedenkstein gewidmet.[2]

Besonderheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Lecker Teil des Waldes wurden mehrere Fischteiche von Ernst Bock (1904–1986) zwischen 1965 und 1985 angelegt. Hierfür erhielt er 1983 die Verdienstmedaille des Landes Schleswig-Holstein. Ein Gedenkstein am Eingang zu den Fischteichen erinnert an ihn. Um diese Teiche herum baute man einen umfangreichen Waldlehrpfad, zu dem eine Hütte mit Ausstellungsstücken gehört. Eine weitere Besonderheit des Waldes ist die Rantzauhöhe, die mit 45 Meter über NN den dritthöchsten Punkt in Nordfriesland ausmacht. 2018 wurde der 1. Bodenerlebnispfad an der Westküste Schleswig-Holsteins eröffnet.[3]

Naherholung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausgewachsener Damhirsch im Damwildgehege Leck – der Damhirsch sticht hervor durch das Schaufelgeweih der männlichen Tiere und sein geflecktes Fell, was er allerdings nur im Sommer trägt.
Ausgewachsener Damhirsch im Damwildgehege Leck.

Der Wald dient der Bevölkerung der umliegenden Ortschaften als Naherholungsgebiet. Zu diesem Zweck wurden Sitzbänke aufgestellt, Reitwege ausgewiesen sowie Wanderwege beschildert und Informationstafeln zur Orientierung installiert.

Nahe dem historischen Ochsenweg gibt es ein Damwild-Gehege, das der Gemeinde Leck gehört.[4] Zu den ersten Tieren des 1955 von Willy Johannsen angelegten Geheges gehörten einige Rothirsche und die beiden Rehe Resi und Bambi. Daher stammt vermutlich auch der im Lecker Volksmund verbreitete Name „Rehgehege“. Das erste Damhirschpaar war übrigens weiß. Auch andere Tiere wie Fasane, Rebhühner, Meerschweinchen und sogar einen Affen konnte man damals im und am Gehege besuchen. Anfang 2021 erwarb die Gemeinde Leck das Wildgehege.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Flensburger Nachrichten vom 22. September 2009, Aktiv Region Seite 2.
  2. Wolfgang Henze: AktivRegion Nordfriesland : "Fischteiche" vom Langenberger Forst. www.shz.de, 21. September 2009, abgerufen am 4. September 2020.
  3. Gemeinde Leck – Neuigkeiten – Bodenerlebnispfad rund um die Fischteiche eröffnet. Gemeinde Leck, 1. August 2018, abgerufen am 19. Januar 2021.
  4. www.leck.de

Koordinaten: 54° 44′ 47″ N, 9° 0′ 3″ O