Mischwald

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Herbst im Mischwald

Mischwald ist ein vorwiegend umgangssprachlich genutzter Begriff, der Wälder bezeichnet, in denen mehrere Baumarten z.B. Laub- und Nadelbäume gemeinsam vorkommen. Aus ökologischer Sicht ist Voraussetzung, dass jede Baumart ausreichend vorhanden ist, um eine artspezifische Rolle im Ökosystem zu übernehmen. Die Forsteinrichtung spricht von Mischbeständen, sobald die Beimischung mindestens 5 % der Fläche beträgt. Geringere Beimischungen werden als ökologisch unbedeutend betrachtet und somit nicht berücksichtigt.

Mischwälder können unterteilt werden in Laubmischwälder, in denen vorwiegend oder ausschließlich verschiedene Laubbaumarten vorkommen, und in Nadelmischwälder, in denen vorwiegend oder ausschließlich verschiedene Nadelbaumarten vorkommen.

In Forstwissenschaft und Vegetationskunde findet die Bezeichnung Mischwald ohne weitere Zusätze nur sehr selten Verwendung. Stattdessen werden exaktere Begriffe wie beispielsweise Stieleichen-Hainbuchen-Wald oder Erlen-Eschen-Auwald benutzt.

Die deutsche Bundeswaldinventur definiert Mischwald wie folgt: Es kommen Bäume aus mindestens zwei botanischen Gattungen vor, wobei jede mindestens 10 Prozent Flächenanteil hat. Nach den Erhebungen der Dritten Bundeswaldinventur (2012) sind 76 Prozent der deutschen Wälder Mischwälder. Im Zeitraum zwischen 2002 und 2012 hat der Anteil der Mischwälder in Deutschland um 5 Prozent zugenommen.[1]

Der Begriff Mischbestand wird als Unterschied zum Reinbestand verwendet. Hier wird keine Unterscheidung zwischen Laub- und Nadelgehölzen vorgenommen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mixed forests – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Mischwald – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) (Hrsg.): Der Wald in Deutschland – Ausgewählte Ergebnisse der dritten Bundeswaldinventur, S. 19.