Lanzierer

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Lanzierer gehören den europäischen Kavallerietruppen der Neuzeit an. Ab der Mitte des 16. Jahrhunderts kam es zu einer grundlegenden Umwandlung der Reiterei. Diese betraf zum einen ihre soziologische Struktur, aber auch ihre Ausrüstung und Kampfesweise. Die Reiter waren nun nicht mehr mit so kostbaren Pferden, sogenannte Ringerpferde (geringere Pferde), ausgerüstet. Dadurch verschwand der Vollharnisch des Reiters, sowie der Rossharnisch des Reittieres und wurde durch den bis zu den Knien reichenden Trabharnisch ersetzt. Die Lanzierer waren in der Regel mit den kräftigsten Ringerpferden, einem Trabharnisch, einer erleichterten Lanze, Reiterschwert und mit Radschlosspistolen ausgerüstet. Die Hauptaufgabe der Lanzierer bestand darin, die Linien der Feinde zu durchbrechen. Im ersten Drittel des Dreißigjährigen Krieges gingen die Lanzierer in der Truppengattung der Kürassiere auf.

Literatur[Bearbeiten]

  • Liliane und Fred Funcken: Historische Waffen und Rüstungen - Ritter und Landsknechte vom 8. bis 16. Jahrhundert, Orbis Verlag, S.198ff
  • Georg Ortenburg: Waffe und Waffengebrauch im Zeitalter der Landsknechte, Koblenz 1984, S.98ff

Siehe auch[Bearbeiten]