Königreich Frankreich (987–1791)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.
Royaume de France
Königreich Frankreich
987–1791
Flagge Frankreichs
Wappen Frankreichs
Flagge Wappen
Wahlspruch: Montjoye Saint Denis
Amtssprache Französisch (offiziell ab 1539)[1]
Hauptstadt Paris
Staatsform Absolute Monarchie
Staatsoberhaupt, zugleich Regierungschef König
siehe Liste der Herrscher Frankreichs
Währung Livre
Gründung 843
Auflösung 1791
Territoriale Entwicklung des Königreichs Frankreich ab 1552
Territoriale Entwicklung des Königreichs Frankreich ab 1552

Vorlage:Infobox Staat/Wartung/Navigation

Das Königreich Frankreich bzw. Königreich der Franzosen war ein Königreich in Westeuropa. Bis ins 13. Jahrhundert war die Bezeichnung Königreich der Franken gebräuchlich, da das Königreich auf das 843 gegründete Westfränkische Königreich zurückgeht. Letzteres wiederum fußt auf den Königsrechten der fränkischen Teil- und Gesamtreiche, die unter dem Dach des Fränkischen Reiches existierten. Das Fränkische Reich hat einen Vorläufer im Salfränkischen Reich, das Ende des 5. Jahrhunderts die fränkischen Einzelreiche zusammenfasste.

Wachstum des Fränkischen Reiches (481–870)

Das französische Königreich wurden durch zwei Dynastien beherrscht: Die Karolinger (853–987) und die Kapetingische Dynastie (987–1791). Letztere ist gegliedert in die direkten Kapetinger (987–1328), das Haus Valois mit Nebenlinien (1328–1589) sowie das Haus Bourbon mit Nebenlinien (1589–1791).

Bezeichnung des Staates bzw. der Staatsoberhäupter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der karolingischen Epoche bis zur Reichsteilung von Verdun (751–843) bestand die Titulatur König der Franken fort. Karl I. (Karl der Große) nahm zudem 800 den Titel eines Römischen Kaisers an, den auch seine Nachfolger übernahmen. Die Teilkönigreiche waren weiterhin von Bedeutung. Die Reichsteilung 843 sah als Ergebnis unter anderem das westfränkische Königreich, aus dem das Königreich Frankreich wurde. Die westfränkischen Herrscher behielten den Titel König der Franken jedoch bis ins 13. Jahrhundert bei, ferner wurden sie weiterhin gewählt. Karl II. (Karl der Kahle) war auch römischer Kaiser.

Auch nach dem Dynastiewechsel im westfränkischen Reich von der Karolingern zu den Kapetingern im Jahre 987 – in der Geschichtsschreibung neben 843 oft als Beginn des französischen Königtums angesehen – bestand der Titel König der Franken (Roi des Francs) noch lange fort. Mitkönige sicherten den dynastischen Bestand. Bis zum letzten französischen König im Jahr 1848 (Julimonarchie) entstammten die Könige der Dynastie der Kapetinger, allerdings aus verschiedenen Häusern (direkte Kapetinger 987–1328, Valois und Nebenlinien 1328–1589, Bourbon und Nebenlinien 1589–1792, 1814/1815–1848).

Erst Philipp II. (1180–1223) verwendete um 1190 erstmals den Titel König von Frankreich (Roi de France, Franciae Rex, seltener Rex Franciae). Ludwig IX. (1214–1270) wechselte während seiner Regierungszeit in der offiziellen Bezeichnung von König der Franken zu König von Frankreich. Der Titel König der Franken bleibt aber bis zu Philipp IV. (1268–1314) in Gebrauch. Auf Münzen findet sich Francorum Rex sogar bis ins 17. Jahrhundert.

Die Titulatur König von Frankreich und Navarra (Roi de France et de Navarre) galt 1285–1328 und 1589–1789. Zwischen 1328 und 1589 wurde wieder lediglich König von Frankreich verwendet. Nach Beginn der Französischen Revolution wechselte Ludwig XVI. 1789 zum Ausdruck König der Franzosen (Roi des Francais); dieser Titel wurde bis 1791 verwendet. Anstelle auf das Territorium wurde nun auf die Bevölkerung Bezug genommen. Der Zusatz Allerchristlichster König war unter Karl VII. aufgekommen.

Parallel zur Bezeichnung des Herrschers kam der Ausdruck Königreich Frankreich (Royaume de France) ebenfalls erst im 13. Jahrhundert auf und in Gebrauch und ersetzte Royaume des Francs (Königreich der Franken) bzw. Francie occidentalis (westliches Franken). 1791 wurde aus der absoluten eine konstitutionelle Monarchie und war damit Rechtsnachfolger.

Bezeichnungen der Staatsoberhäupter:

  • 10. Jahrhundert – 12./13. Jahrhundert: König der Franken, (Rex Francorum)
  • 12./13. Jahrhundert – 1789: König von Frankreich (und Navarra), (Roi de France et de Navarre)
  • 1789–1791: König der Franzosen, (Roi des Français)

Bezeichnungen des Staates:

  • 10. Jahrhundert – 13. Jahrhundert: Königreich der Franken (Royaume des Francs)
  • 13. Jahrhundert – 1791: Königreich Frankreich (Royaume de France)

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 1539 erließ Franz I. das Edikt von Villers-Cotterêts, mit dem das Französische zur offiziellen Landessprache erklärt wurde.