Le roi l’a dit

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Werkdaten
Titel: Der König hat's gesagt
Originaltitel: Le roi l’a dit
Form: komische Oper
Originalsprache: französisch
Musik: Léo Delibes
Libretto: Edmond Gondinet
Uraufführung: 24. Mai 1873
Ort der Uraufführung: Opéra-Comique, Paris
Ort und Zeit der Handlung: Versailles, zu Zeiten König Ludwig XIV.
Personen
  • Marquis de Montcontour: Bass
  • Marquise de Montcontour, seine Ehefrau: Mezzosopran
  • Philomène, deren Tochter: Sopran
  • Agathe, deren Tochter: Sopran
  • Chimène, deren Tochter: Alt
  • Angélique, deren Tochter: Alt
  • Pacôme, ein diener: Tenor
  • Baron de Merlussac: Tenor
  • Gautru, ein Bankier: Bass
  • Marquis de Flarambel: Tenor
  • Marquis de Bluette: Bariton
  • Javotte, eine Zofe: Sopran
  • Miton, ein Tanzlehrer: Tenor
  • Benoît, ein Bauer: Tenor

Der König hat’s gesagt (französisch Le roi l’a dit) ist eine komische Oper in drei Akten des französischen Komponisten Léo Delibes; das Libretto schuf Edmond Gondinet. Ihre Uraufführung erlebte diese Oper am 24. Mai 1873 an der Opéra-Comique in Paris.

Die Librettisten Ferdinand Gumbert und Adolf Schirmer übersetzten die Texte und in deutscher Sprache war Der König hat’s gesagt erstmals 1874 in Wien zu sehen. Nach Deutschland kam sie einige Jahre später und wurde erstmals 1877 in Berlin auf die Bühne gebracht.

1898 bearbeitete Philippe Gille dieses Werk und kürzte es auf zwei Akte. In dieser Form hatte diese Oper dann ebenfalls an der Opéra-Comique (Paris) ihre Premiere.

Handlung[Bearbeiten]

Der Lieblingspapagei von Mme de Maintenon war entflogen und Marquis de Montcontour hatte die Ehre und Freude, diesen wieder einzufangen.

Zum Dank dafür verwendet sich Mme de Maintenon für den Marquis und stellt ihn König Louis XIV. vor. Als der König das Wort an ihn richtet, ist er derart verwirrt, dass er behauptet einen Sohn zu haben. Da der Marquis aber nur vier Töchter hat, adoptiert er kurz entschlossen den Bauern Benoît und stellt ihn bei Hof als seinen Sohn vor.

Benoît genießt sein Leben am Hof und gibt dort den „Grandseigneur“. Da er aber allerhand Streiche inszeniert, zweifeln immer mehr Leute an seiner adeligen Herkunft. Als er ein Kloster anzündet, um seine vier Stiefschwestern zu befreien, die dort erzogen werden, entgleist dieser Streich. Die komplette Klosteranlage fällt den Flammen zum Opfer und in der Folge muss sich Benoît einem Duell stellen. Als er dabei verletzt wird, nimmt Marquis de Montcour dies zum Anlass, seinen „Sohn“ für tot zu erklären.

König Louis XIV. versucht, die Trauer des Marquis zu lindern und erhebt ihn kurzerhand in den Fürstenstand. Zur Feier des Tages bekommt Benoît die Zofe Javotte zu Ehefrau. Mitten im Jubel der Anwesenden fällt der Vorhang.

Literatur[Bearbeiten]

  • Leo Melitz: Führer durch die Opern. Globus-Verlag, Berlin 1914, S. 191.
  • Horst Seeger: Opern-Lexikon. Heinrichshofens-Verlag, Wilhelmshaven 1978, ISBN 3-7959-0271-1, S. 472.