Lebrecht Grabau

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Johann Christian Lebrecht Grabau (* 4. April 1780 in Kothen (Motten); † 1. Oktober 1852 in Bremen) war ein deutscher Lehrer und Organist.[1]

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grabau nahm 1800 eine Stelle als Lehrer und Organist im Blauen Waisenhaus in Bremen an.[2]

1811 gründete er den Grabau’schen Singverein,[2] der in der Musikkultur Bremens zu einer bedeutenden Einrichtung wurde, neben der Bremer Sing-Akademie und den Unions-Concerten. Auf Kosten des Singvereins wurde eine Orgel in Verbindung mit einem Terpodion angeschafft, Instrumente, von denen aus Grabau den Chor dirigierte.[3]

Grabau arbeitete in der Kirche St. Remberti und zeitweilig mit dem Bremer Musikdirektor Karl Friedrich Ochernal zusammen.[4]

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lebrecht Grabau heiratete Margarethe Anna Adelheid, geborene Arensberg. Aus der Ehe gingen folgende Kinder hervor, die alle bekannte Künstler oder Musiker wurden:[2][Anm. 1]

Als Sohn des Malers Christian Grabau wurde zudem der spätere Zivilingenieur, Erfinder und Aluminium-Unternehmer Ludwig Grabau am 6. Mai 1848 in Bremen geboren († 1915).[5]

Literatur (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Klaus Blum: Musikfreunde und Musici. Musikleben in Bremen seit der Aufklärung. Veröffentlicht anlässlich des 150. Jubiläums der Zusammenarbeit zwischen der Philharmonischen Gesellschaft und dem Philharmonischen Staatsorchester. Schneider, Tutzing 1975, ISBN 3-7952-0177-2 (Inhaltsverzeichnis).
  • Regina Contzen, Edith Laudowicz, Romina Schmitter (Hrsg.): Frauen Geschichte(n) – Biografien und FrauenOrte aus Bremen und Bremerhaven. Begleitkatalog zur Ausstellung Bremer Frauen Geschichten im Focke-Museum, Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte vom 1. Mai – 21. August 2016. Hrsg. vom Bremer Frauenmuseum e. V., Edition Falkenberg, Rotenburg 2016, ISBN 978-3-95494-095-0 (Faltblatt zur Ausstellung).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Edith Laudowicz schrieb über das Ehepaar Grabau: „[...] Das Ehepaar hatte fünf Kinder.“ Bei den anschließend angegebenen Namen taucht der gleichnamige Sohn und Maler Johann Christian Lebrecht Grabau nicht auf. Dieser wird jedoch sowohl bei der Deutschen Nationalbibliothek (siehe die Angaben unter der GND-Nummer) als auch im Porträtindex (siehe im Abschnitt Weblinks) explizit genannt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vergleiche die Angaben unter der GND-Nummer der Deutschen Nationalbibliothek (DNB)
  2. a b c d e Edith Laudowicz: Grabau, Eleonore Henriette Magdalena. Auf der Seite bremer-frauenmuseum.de, zuletzt abgerufen am 10. Mai 2016.
  3. Vergleiche etwa Gottfried Christoph Härtel: Allgemeine musikalische Zeitung, Bd. 25 (1823), S. 109 f. (Digitalisat in der Google-Buchsuche).
  4. Friedrich Wellmann: Ochernal, Karl Friedrich. In: Bremische Biographie des neunzehnten Jahrhunderts, S. 358 (Digitalisat).
  5. Zeitschrift des Vereins Deutscher Ingenieure, Bd. 60, VDI-Verlag, 1916, S. 135 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).