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Leprechaun – Der Killerkobold

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Film
Titel Leprechaun – Der Killerkobold
Originaltitel Leprechaun
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1993
Länge 92 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie Mark Jones
Drehbuch Mark Jones
Produktion Jeffrey B. Mallian
Musik Kevin Kiner,
Robert J. Walsh
Kamera Levie Isaacks
Schnitt Christopher Roth
Besetzung und Synchronisation
Chronologie

Leprechaun – Der Killerkobold (Originaltitel: Leprechaun) ist ein US-amerikanischer Horrorfilm aus dem Jahre 1993. Die Hauptrollen spielen Warwick Davis und Jennifer Aniston, die in dem Film ihre erste Kinohauptrolle hatte.

1983 kehrt Daniel O’Grady aus Irland zurück und erzählt seiner Frau, dass er einen Leprechaun fangen konnte und ihnen somit ein Topf Gold zugesprochen werde. Seine Frau geht in den Keller, wo der Leprechaun sie die Treppe herunterstößt. O’Grady hält ihn daraufhin in einer Kiste mit einem vierblättrigen Kleeblatt gefangen.

Zehn Jahre später zieht J. D. Redding mit seiner Tochter Tory in das Haus der O’Gradys. Dort treffen sie auf Nathan Murphy, seinen kleinen Bruder Alex und den geistig zurückgebliebenen Ozzie, die damit beauftragt werden, das Haus neu zu streichen. Ozzie hört den Leprechaun im Keller um Hilfe schreien und wischt das vierblättrige Kleeblatt von der Kiste, wodurch der Leprechaun ausbrechen kann.

Ozzie erzählt den anderen, was er gerade gesehen hat, doch sie glauben ihm nicht, woraufhin er einen Regenbogen entdeckt und diesem folgt, im Glauben, an dessen Ende einen Topf Gold zu finden. Alex folgt ihm und die beiden entdecken bei einem alten Truck einen Beutel voller Goldmünzen. Als Ozzie draufbeißt, um zu schauen, ob es echtes Geld ist, verschluckt er eine Münze.

Der Leprechaun verletzt JD. Tory und die anderen bringen ihn ins Krankenhaus, doch der Leprechaun folgt ihnen. Alex und Ozzie gehen in ein Pfandleihhaus, um den Wert des Goldes schätzen zu lassen. Danach tötet der Leprechaun den Ladenbesitzer. Auf dem Weg zum Farmhaus bringt er einen Polizisten um. Im Haus angekommen sucht er nach seinem Gold und putzt sämtliche Schuhe im Haus. Tory, Nathan, Alex und Ozzie kehren ebenfalls zurück zum Haus und stellen fest, dass dieses durchsucht wurde. Nathan will sich draußen umsehen und läuft in eine Bärenfalle, die der Leprechaun aufgebaut hat.

Die Gruppe schießt mehrmals auf den Leprechaun und versucht, mit einem Truck zu fliehen, wird jedoch vom Leprechaun von der Straße gedrängt. Wieder im Haus offenbaren Ozzie und Alex, dass sie den Topf Gold gefunden haben. Tory will diesen dem Leprechaun auszuhändigen. Als sie den Topf dem Leprechaun gibt, glaubt die Gruppe, dass der Terror vorbei ist, doch der Leprechaun bemerkt, dass eine fehlt und beginnt erneut die Jagd. Um sich einen Vorsprung zu verschaffen, machen sich die Jugendlichen eine Zwangsstörung des Leprechaun zunutze: Sobald man ihm schmutziger Schuhe vor die Füße wirft, muss er diese gemäß seiner Profession polieren. Ozzie erzählt der Gruppe, dass der alte O’Grady weiß, wie man den Leprechaun besiegen kann, und sagt Tory, wo sie ihn finden kann.

Tory erreicht das Pflegeheim, wo sie O’Grady findet. Als sie ihn anspricht, stellt sie fest, dass es sich um den Leprechaun handelt. Tory flieht in den Fahrstuhl, wo der blutüberstöhmte O’Grady von der Decke fällt. Er erzählt Tory im Sterben von dem vierblättrigen Kleeblatt und wo sie eines finden kann. Tory kehrt zum Haus zurück und sucht nach einem Kleeblatt. Der Leprechaun tötet sie beinahe, wird aber von Nathan und Ozzie aufgehalten. Ozzie hat die fehlende Münze verschluckt, weshalb der Leprechaun ihn töten will, doch Alex bekommt von Tory ein vierblättriges Kleeblatt, wickelt es um einen benutzten Kaugummi und schießt es dem Leprechaun in den Mund, wodurch dieser seine Kraft verliert.

Die Polizei erreicht das Haus und Tory wird mit ihrem Vater wiedervereint.

Besetzung und Synchronisation

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Das Dialogbuch und die Dialogregie lagen in den Händen von Stefan Kolo.[2]

Rolle Darsteller Deutscher Synchronsprecher
Leprechaun Warwick Davis Kai Taschner
Tory Reding Jennifer Aniston Michele Sterr
Nathan Murphy Ken Olandt Axel Malzacher
Ozzie Mark Holton Gudo Hoegel
J.D. Reding John Sanderford Thomas Rauscher
Dan O’Grady Shay Duffin Willi Röbke
Alex Robert Hy Gorman
Sheriff Cronin William Newman Karl-Heinz Krolzyk
Deputy Tripet David Permenter Thomas Albus
Dispatcher Raymond C. Turner Andreas Neumann
Ladenbesitzer John Voldstad Thomas Albus
Mrs. O'Grady Pamela Mant Margit Weinert

Veröffentlichung

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Leprechaun startete in den USA in 620 Kinos und spielte an seinem Startwochenende fast 2,5 Mio. Dollar ein.[3] Die Gesamteinnahmen in den USA betrugen ca. 8,5 Mio. US-Dollar, bei einem Budget von 900.000 US-Dollar.

Quelle Bewertung
Rotten Tomatoes (Tomatometer) 35 %[4]
Metacritic (Metascore) 17/100[5]

Der Film erhielt überwiegend negative Kritiken.[6][7][8]

„Das handwerkliche Geschick des Regisseurs, die gelungene Maske des quirligen Kobolds und die sorgsam orchestrierte Musik können nicht über das mangelnde dramaturgische Konzept des in einigen Szenen zu brutalen Gruselfilms hinwegtäuschen.“

Lexikon des internationalen Films[9]

Der Film zog zahlreiche Fortsetzungen nach sich, in denen einzig Warwick Davis als durchgehender Hauptdarsteller der Teile 1 bis 6 erhalten blieb.

Der Film zog zahlreiche Fortsetzungen nach sich, in denen einzig Warwick Davis als durchgehender Hauptdarsteller erhalten blieb. Die erste Fortsetzung, Leprechaun 2, ignorierte die Handlung und den Tod des Leprechauns im ersten Teil. Sie startete 1994 unter Regie von Rodman Flender in den amerikanischen Kinos und erhielt ebenfalls überwiegend negative Kritiken. Mark Jones, Regisseur des Erstlings, war hieran noch als Co-Produzent beteiligt.

1995 erschien mit Leprechaun 3 – Tödliches Spiel in Las Vegas der dritte Teil direkt auf Video, 1997 erhielt der vierte Teil Leprechaun 4: In Space ebenfalls eine Veröffentlichung auf Video. In Deutschland erschien der Film unter dem Titel Space Platoon. Regie führte hier erneut Brian Trenchard-Smith, der auch für den dritten Teil der Reihe verantwortlich war.

2000 und 2003 folgten noch die Teile Leprechaun 5 – In the Hood und Leprechaun 6 – Back 2 the Hood ebenfalls direkt auf Video.

Im März 2012 gaben Lionsgate und WWE Studios bekannt, gemeinsam an einer Neuauflage der Filmreihe zu arbeiten.[10] Die Hauptrolle übernahm der kleinwüchsige Wrestler Dylan Mark Postl. Leprechaun: Origins stellt somit den ersten Teil der Reihe ohne Warwick Davis dar. Der Film kam im August 2014 in nur wenige amerikanische Kinos und wurde zudem als Video-on-Demand angeboten.

2018 wurde Leprechaun Returns veröffentlicht, der sich als Fortsetzung des ersten Teils versteht. Warwick Davis war hieran allerdings nicht beteiligt.

Einzelnachweise

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  1. Freigabebescheinigung für Leprechaun – Der Killerkobold. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, Juni 2015 (PDF; Prüf­nummer: 70 402-a V).
  2. Leprechaun - Der Killerkobold. In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 31. Oktober 2025.
  3. Leprechaun (1993) - Weekend Box Office Results - Box Office Mojo. In: Box Office Mojo. Abgerufen am 3. August 2012.
  4. Leprechaun – Der Killerkobold. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen am 11. Januar 2026 (englisch, aggregiert aus 17 Kritiken).
  5. Leprechaun – Der Killerkobold. In: Metacritic. Abgerufen am 11. Januar 2026 (englisch, aggregiert aus 7 Kritiken).
  6. Kritik auf ReelViews
  7. Kritik in der Washington Post
  8. Kritik in der Los Angeles Times
  9. Leprechaun. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 9. Juli 2017.
  10. Lionsgate pacts with WWE on film deal. Variety, abgerufen am 15. März 2012.