Lex Hortensia

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Die Lex Hortensia de plebiscitis („ … über die Plebiszite“) des Diktators Quintus Hortensius aus dem Jahr 287 v. Chr. war ein wegweisendes Gesetz aus der Zeit der römischen Republik.

Es regelte reflektorisch, dass Beschlüsse der Plebs, die so genannten Plebiszite, fortan Gesetzescharakter hatten. Entsprechend den leges wurden plebiscita ranggleich, denn sie galten für das gesamte römische Volk. Außerdem entfiel der Senatsvorbehalt (auctoritas senatus); ohne Zustimmung des Senats konnten Plebiszite zuvor keine Rechtswirksamkeit entfalten. Die besondere Bedeutung des Gesetzes liegt darin, dass den Plebejern damit die Gleichstellung zu den Patriziern gelang.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinrich Siber: Die plebejischen Magistraturen bis zur lex Hortensia. In: Festschrift der Leipziger Juristenfakultät für Dr. Alfred Schultze zum 19. März 1936 (= Leipziger rechtswissenschaftliche Studien. 100, ZDB-ID 530615-2). Weicher, Leipzig 1938, S. 1–88, (Auch als Sonderabdruck).
  • Michael Rostovtzeff: A History of the Ancient World. Band 2: Rome. Clarendon Press, Oxford 1927, S. 367.
  • Johannes Keller: Römische Interessengeschichte. Eine Studie zu Interessenvertretung, Interessenkonflikten und Konfliktlösung in der römischen Republik des 2. Jahrhunderts v. Chr. München 2004, S. 135 f., (München, Universität, Dissertation, 2004; Digitalisat (PDF; 1,49 MB)).