Liste der Kulturdenkmale in Ebersbach (Döbeln)

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Die Liste der Kulturdenkmale in Ebersbach enthält die Kulturdenkmale im Döbelner Ortsteil Ebersbach.[Anm. 1]

Diese Liste ist eine Teilliste der Liste der Kulturdenkmale in Sachsen.

Legende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bild: zeigt ein Bild des Kulturdenkmals und gegebenenfalls einen Link zu weiteren Fotos des Kulturdenkmals
  • Bezeichnung: Name, Bezeichnung oder die Art des Kulturdenkmals
  • Lage: Straßenname und wenn vorhanden Hausnummer des Kulturdenkmals; Grundsortierung der Liste erfolgt nach dieser Adresse. Der Link Karte führt zu verschiedenen Kartendarstellungen und nennt die Koordinaten des Kulturdenkmals.
  • Datierung: gibt das Jahr der Fertigstellung beziehungsweise das Datum der Erstnennung oder den Zeitraum der Errichtung an
  • Beschreibung: bauliche und geschichtliche Einzelheiten des Kulturdenkmals, vorzugsweise die Denkmaleigenschaften
  • ID: Die ID wird vom Landesamt für Denkmalpflege Sachsen vergeben.

Ebersbach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Einzeldenkmale der Sachgesamtheit Rittergut Ebersbach: Herrenhaus mit vier Wirtschaftsgebäuden und Torhaus sowie Einfriedung (siehe auch Sachgesamtheitsliste - Obj. 09304724, gleiche Anschrift) Am Rittergut 1
(Karte)
um 1800 bedeutsame geschlossen erhaltene Gutsanlage von großer kulturgeschichtlicher und ortsgeschichtlicher Bedeutung

Denkmaltext Herrenhaus: "Langgestrecktes, zur Hofseite zweigeschossiges Bauwerk, bedeckt von einem Mansarddach mit Schopf, errichtet wohl um 1800. Um 1925 erfolgte ein Ausbau der Mansarde mit Giebeldreieck und einer Neugestaltung der portalzone mit Motiven des art deco. Aus der gleichen Zeit stammt die vertäfelte Eingangshalle und das Treppenhaus. Im spitzen Winkel schließt sich ein Torhaus mit Fachwerkobergeschoß an. Der Torschlußstein ist mit einem Eberkopf verziert."

Quelle: Schlösser um Leipzig. hg. v. Förderverein für Handwerk und Denkmalpflege Schloss Trebsen e. V. durch Alberto Schwarz. E. A. Seemann Verlag 1993, S. 51-53. LFD/2011

Der Denkmalwert des Herrenhauses resultiert aus seiner baugeschichtlichen, ortsgeschichtlichen sowie ortsbildprägenden Bedeutung. LfD/2013 Herrenhaus: zweigeschossiger Putzbau mit Mansarddach, Portal in den Formen Art-Deco verändert, vertäfelte Eingangshalle, Torhaus: zweigeschossig, Obergeschoss Fachwerk, Satteldach verschiefert, Schlußstein mit Eberkopf, Bruchsteinmauer, (Zutritt nicht möglich),

nördlicher Teil des östlichen Wirtschaftsflügel vor 2017 abgerissen

09207534


Sachgesamtheit Rittergut Ebersbach mit folgenden Bestandteilen: Herrenhaus mit vier Wirtschaftsgebäuden und Torhaus sowie Einfriedung (Einzeldenkmale, siehe Einzeldenkmaldokumnet - Obj. 0927534, gleiche Anschrift), außerdem Gutspark sowie Wirtschaftsflächen im Umfeld der Gutsanlage als Sachgesamtheitsteile Am Rittergut 1
(Karte)
um 1800 geschlossen erhaltener Gutskomplex von großer ortsgeschichtlicher und kulturgeschichtlicher Bedeutung

Denkmaltext Ursprünglich handelte es sich bei diesem Rittergut um ein Vorwerk, welches nach der Reformation zum Rittergut erhoben wurde. 1612 befand es sich im Besitz derer von Marschall, 1660 von Moritz Heinrich von Hartitzsch, um 1770 von Wilhelm von Auerswalde und 1724 der Familie von Plötz. 1802 wurde die Familie Petzsch Eigentümer des Rittergutes, später Familie Geißler. Das Rittergut wurde bereits von Cornelius Gurlitt in dem 1903 Band 25 der "Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 25. Heft: Amtshauptmannschaft Döbeln. C. C. Meinhold, Dresden 1903, S. 45." beschrieben: "Rittergut, 3,5 km südlich von Döbeln, Ueber dem nördlichen Rundbogenthore im Schlussstein ein Eberkopf. Wirtschaftsgebäude Fachwerkbauten. Wohnhaus wohl aus der Zeit um 1800." Seit langen Jahren leerstehend, ist der geschlossen erhaltene Hof, bestehend aus Wohn- nd Wirtschaftsgebäuden akut vom Verfall bedroht. Der Denkmalwert des Rittergutes resultiert aus seiner ortsgeschichtlichen sowie ortsbildprägenden Bedeutung.

LfD/2013 Gutspark (Sachgesamtheitsteil): kleiner, mit einer Bruchsteinmauer umfriedeter Garten südlich des Herrenhauses, außerhalb der Einfriedungsmauer kleines Wasserbecken,

09304724


Wohnhaus eines Bauernhofes Am Rosenbeet -
(Karte)
um 1870 repräsentativer Putzbau von ortsgeschichtlicher und baugeschichtlicher Bedeutung

zweigeschossig, Walmdach, zum Teil originaler Putz, Rundbogenfenster im Obergeschoss, zum Teil originale Fenster

09207539


Vierseithof mit Wohnstallhaus, zwei Seitengebäude, Scheune und Pfeiler Hauptstraße 28b
(Karte)
bez. 1896 in seiner baulichen

Geschlossenheit bemerkenswerte Hofanlage, zeittypische Gestaltung der Gebäude in gutem Originalzustand, von baugeschichtlicher und sozialgeschichtlicher Bedeutung Wohnstallhaus: zweigeschossig, EG Bruchsteinmauerwerk, Klinkerlisenen, originale Haustür, Obergeschoss Ziegel verputzt mit Klinkergliederung, Seitengebäude: zweigeschossig, Ziegelbau verputzt, Klinkerlisenen, Satteldach Seitengebäude 2: eingeschossig mit Drempel, Ziegelbau (verputzt) mit Klinkergliederung, Scheune: Bruchsteinmauerwerk verputzt

09207540


Seitengebäude eines Vierseithofes Hauptstraße 37
(Karte)
1. H. 19. Jh. Bestandteil der alten Dorfstruktur, original erhaltene Fachwerk-Seitengebäude, von baugeschichtlichem Wert

Scheune: massiv, Satteldach mit Biberschwanzdeckung, Hocheinfahrten rückwärtig Seitengebäude: zweigeschossig, EG massiv, Obergeschoss Fachwerk, originale Fenster, Satteldach (mit Wellblech gedeckt)

09207528


Scheune und Seitengebäude eines Dreiseithofes Hauptstraße 51
(Karte)
Mitte 19. Jh. ortsbildprägende Fachwerkgebäude in gutem Originalzustand, von baugeschichtlichem und sozialgeschichtlichem Wert

Scheune: Fachwerk, Satteldach, Seitengebäude: EG massiv, Obergeschoss Fachwerk, Satteldach

09207529


Torhaus eines Vierseithofes Hauptstraße 59
(Karte)
um 1800 in ortsbildprägender Lage stehender Fachwerkbau, einziges Torhaus des Dorfes, hausgeschichtlich und ortsgeschichtlich bedeutsam

Zweigeschossig, EG massiv, Obergeschoss Fachwerk, Satteldach, Torbogen: Korbbögen mit Schlußstein (ohne Datierung), entstellender Anbau, Giebelseiten verbrettert

09207530


Schlussstein Hauptstraße 60
(Karte)
bez. 1785 von bauhistorischem und ortshistorischem Interesse

Schlußstein im Torbogen, mit Initialen JGM, Pferderelief

09207531


Scheune eines ehemaligen Dreiseithofes Hauptstraße 65
(Karte)
2. H. 19. Jh. ortsbildprägender Fachwerkbau, Teil der alten Dorfstruktur, von baugeschichtlichem Wert

Fachwerk-Scheune, Satteldach, Giebelseite verkleidet

09207532


Wohnstallhaus und angebaute Scheune eines kleinen Gehöftes Zum Dachsholz 17
(Karte)
um 1800 weitgehend original erhaltene Zeugnisse ländlicher Baukunst in landschaftsprägender Lage von baugeschichtlicher und sozialgeschichtlicher Bedeutung

Wohnstallhaus: zweigeschossig, EG massiv, Obergeschoss Fachwerk, Satteldach, Scheune: Fachwerk, Satteldach

09207535


Wohnstallhaus und Scheune eines Kleinbauernhofes Zur Schäferei 19
(Karte)
um 1800 Zeugnisse der Volksbaukunst von baugeschichtlichem Wert

Wohnstallhaus: zweigeschossig, EG massiv, Obergeschoss Fachwerk, Satteldach geschleppt, Scheune: Fachwerkkonstruktion, großes Holztor, Satteldach, giebelseitig verlängert, leerstehend (2011)

09207536


Wohnhaus ohne Anbau eines Kleinbauernhofes Zur Schäferei 20
(Karte)
Mitte 19. Jh. ländliches Anwesen, Zeugnis ländlicher Volksbauweise, von kulturgeschichtlichem Wert

EG massiv, Obergeschoss Fachwerk, Satteldach, zum Teil geschleppt, 2011 leerstehend

09207537


Heute Wohnhaus, ursprünglich zur ehemaligen Schäferei gehörend Zur Schäferei 23
(Karte)
2. Hälfte 17. Jh., Wohnhaus der Schäferei wohl ältestes Haus des Dorfes, durch seine Fachwerkkonstruktion und Funktion von großer hausgeschichtlicher und ortsgeschichtlicher Bedeutung

Zweigeschossig, EG massiv, Obergeschoss Fachwerk, Satteldach, EG überformt, nach 2007 denkmalgerecht saniert

09207538

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Liste entspricht möglicherweise nicht dem aktuellen Stand der offiziellen Denkmalliste. Diese kann über die zuständigen Behörden eingesehen werden. Daher garantiert das Vorhandensein oder Fehlen eines Bauwerks oder Ensembles in dieser Liste nicht, dass es zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein eingetragenes Denkmal ist oder nicht. Eine verbindliche Auskunft erteilt das Landesamt für Denkmalpflege Sachsen.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kulturdenkmale in Döbeln – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien