Lostag

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Lostage (auch Lurtage, Rotelstage, Ratstage, Ratsnächte[1]) waren feststehende Tage im Heiligenkalender des Kirchenjahres. Die Lostage ermöglichten nach altem Volksglauben Vorhersagen über die Wetterverhältnisse der folgenden Wochen oder Jahreszeiten und waren damit für verschiedene landwirtschaftliche Arbeiten wie etwa den Beginn der Aussaat oder den Ausgang der Ernte bedeutsam. In dem Wort Lostag blieb die Bedeutung von „Los“ im Sinne von „Geschick“ erhalten.

Als Lostage wurden unter anderem die Feste der Mariä Lichtmess am 2. Februar, der Kathedra Petri am 22. Februar, die der sogenannten Eisheiligen Mitte Mai, der Johannistag am 24. Juni, der Siebenschläfertag am 27. Juni, der Michaelistag am 29. September, der Hubertustag am 3. November und der Weihnachtstag angesehen. Einige Lostage waren zugleich auch Dingtage für Dienstboten und Landarbeiter.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Neue Herder, Erster Halbband A - L, Freiburg im Breisgau 1949, Herder Verlag, Spalte 2496 f., Artikel „Lostage“

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Synonymangaben nach: Der Neue Herder, 1949, Artikel „Lostage“