Louis Camille Maillard

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Louis Camille Maillard

Louis Camille Maillard (* 4. Februar 1878; † 12. Mai 1936) war ein französischer Mediziner und Chemiker.

Aufgrund brillanter Schulleistungen wurde es ihm bereits mit 16 Jahren gestattet, an der Universität von Nancy zu studieren. Er war an der Sorbonne in Paris in der Fakultät für Medizin, wo seine Arbeiten über Physiologie entstanden insbesondere zur Urinanalyse zur Diagnose von Nierenkrankheiten. 1914 erhielt er den Preis der französischen Akademie für Medizin. Im Ersten Weltkrieg diente er als Soldat. Sein Gesundheitszustand verschlechterte sich während dieser Zeit, und 1919 ging er an die Fakultät für Medizin und Pharmazie der Universität Algier, stellte dort aber seine Forschungsaktivitäten ein.

Er ist bis heute wegen der von ihm ab 1912 durchgeführten Studien zur Reaktion von Aminosäuren und Zuckern international bekannt. Die nach ihm benannten Maillard-Reaktionen sind für die Bräunung von Lebensmitteln beim Garen und die Wirkungsweise von Selbstbräunern mitverantwortlich.[1] Durch die Maillard-Reaktion entsteht eine Vielzahl geruchs- und geschmacksgebender Substanzen, darunter zahlreiche Heterocyclen. Deshalb besitzt diese Reihe von Reaktionen erhebliche Bedeutung im täglichen Leben (Zubereitung von Speisen) und in der Lebensmittelchemie.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pentapharm: Erythrulose (Memento vom 26. März 2007 im Internet Archive)