Louis Krauß

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Geschäftsanzeige mit Triumph-Wiegenbad-Schaukel, 1898

Karl Louis Krauß (* 25. April 1862 in Neuwelt; † 5. Dezember 1927 in Dresden) war ein Industrieller und Badewannenfabrikant. Er gründete 1887 die Kraußwerke, das spätere Waschgerätewerk Schwarzenberg.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einer Klempnerlehre und der Absolvierung der Wanderjahre arbeitete Krauß in Berlin bei verschiedenen Metallwarenfabriken, bis er 1887 im Haus seiner Eltern in Neuwelt, einer alten Löffelschmiede im sächsischen Erzgebirge, eine eigene Werkstatt mit Klempnerei einrichtete.

Neben Geräten für den häuslichen Gebrauch, Trichtern, Seifenbecken etc. fertigte er auch Laternen für Lokomotiven. Krauß’ Triumph-Wiegenbad-Schaukel, die millionenfach produziert wurde, führte zur Verbesserung der allgemeinen Hygiene, wie der Werbespruch der Kraußwerke suggerierte: „Jedem Deutschen wöchentlich sein Bad“. Mit Geräten wie Kartoffelpresse, Dampfstrahlwäscher, Wäscheglocke und Trommelwaschmaschine half Krauß, die Bewältigung des Haushalts zu erleichtern. 1905 führte er den Rostschutz durch Feuerverzinken im Erzgebirge ein und produzierte Waschschüsseln und Wärmflaschen in großen Stückzahlen.

Gesellschaftlich und politisch war er als Stadtrat in Schwarzenberg und als Kurator der Fachschule für Blechverarbeitung in Aue tätig.

Nach dem Krieg zog Krauß 1919 nach Dresden, wo er sich fortan der Konstruktion und Forschung widmete. Er kam bei einem Verkehrsunfall ums Leben und hinterließ seinen Sohn Friedrich Emil Krauß.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]