Ludwig Deutsch

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Beim Schachspiel

Ludwig Deutsch (* 13. Mai 1855 in Wien; † 9. April 1935 in Paris) war ein österreichischer Maler des Orientalismus, in Paris tätig.

Deutsch entstammte einer gut etablierten jüdischen Familie. Sein Vater war Finanzier am österreichischen Hof.

Ludwig Deutsch studierte nach dem Abitur von 1872 bis 1875 an der Wiener Akademie der bildenden Künste bei Anselm Feuerbach und seit 1876 bei Leopold Carl Müller. Im Jahre 1878 zog er nach Paris, wo er sein Studium beim Jean-Paul Laurens fortsetzte. In Paris war er mit dem österreichischen Orientalisten Rudolf Ernst befreundet.

Auch Deutsch spezialisierte sich im orientalen Milieu. Er gründete sein eigenes Studio in Paris in der Rue Le Pelletier.

Im Jahre 1886 unternahm Deutsch seine erste, 1890 seine zweite Reise nach Ägypten. Während seines Aufenthaltes in Ägypten sammelte Deutsch viele Skizzen und auch Fotografien, die ihm später im Pariser Studio als Unterlagen für Ölbilder dienten.

Während des Ersten Weltkrieges musste Deutsch Frankreich verlassen und verbrachte die Kriegszeit wahrscheinlich in Nordafrika.

Nach dem Krieg erhielt Deutsch 1919 die französische Staatsbürgerschaft und begann, seinen Namen als Louis Deutsch zu schreiben.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Guenther Wimmer, Martina Haja: Les Orientalistes des Ecoles allemande et autrichienne : Art Creation Realisation : 2000 : ISBN 2867701406

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ludwig Deutsch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien