Ludwig Sternaux

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Ludwig Sternaux (* 17. Juli 1885 in Berlin; † 9. September 1938) war ein deutscher Schriftsteller, Journalist, Dramaturg und Theaterdirektor.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ludwig Sternaux studierte Philologie und Rechtswissenschaften und arbeitete bis 1918 als Theaterkritiker bei der Täglichen Rundschau. Danach war er beim Berliner Lokal-Anzeiger und der Berliner Zeitung Der Tag beschäftigt. Später war er Chefdramaturg bei der UFA.[1]

Ludwig Sternaux hat zwischen den beiden Weltkriegen vier Bücher über Potsdam veröffentlicht. Es gibt in der wirklich umfangreichen Literatur über die Stadt Potsdam kaum einen Schriftsteller, der seine persönlichen Erfahrungen und Empfindungen mit der Stadt so detailgetreu und real mit der Geschichte, der Architektur und den Menschen wiedergeben kann.

Würdigung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er beschrieb eine, schon zu seiner Zeit, untergegangene Welt mit einem leichten Anflug von Wehmut, aber immer so als ob er diese Zeit miterlebt hätte. So war er ein „Reporter des 18. Jahrhunderts“. Und doch ist er nicht antiquiert, sondern lädt uns immer wieder ein, nach dieser Zeit im Heute zu suchen. Damit wir sie nicht in pittoresken Orten, sondern in der Atmosphäre eines Ortes finden.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sommer im Harz, Edwin Runge Verlag 1917
  • Herbstfahrt an die Ostsee, Edwin Runge Verlag 1918
  • Über das Sammeln moderner Bücher, Graupe Verlag 1919
  • Goethe in Dornburg, Edwin Runge Verlag 1919
  • Bücher die man kennen sollte, Edwin Runge Verlag 1920
  • Schattenspiel um Goethe, Velhagen & Klasing Verlag 1922
  • Der früh verstummte Mund, Otto von Holten 1923
  • Potsdam – Ein Buch der Erinnerung, Edwin Runge Verlag 1924
  • Deutsches Erbe – Historische Stätten in Wort und Bild, Edwin Runge Verlag 1925
  • Das unbekannte Potsdam, A. W. Hayn’s Erben 1926
  • Preußische Königsschlösser, 1927
  • Die alte Gräfin Voß, 1927
  • Kaiser Maximilian, Otto von Holten 1928
  • Unter dem Glockenspiel – Häuser und Menschen im alten Potsdam, A. W. Hayn’s Erben 1929
  • Potsdamer Pastelle, A. W. Hayn’s Erben 1930
  • Mein kleines Sanssouci – Schloß Rheinsberg und seine Erinnerungen, A. W. Hayn’s Erben 1936
  • Glück aus tausend Stunden, A. W. Hayn’s Erben 1936
  • Märkischer Bilderbogen, A. W. Hayn’s Erben 1937
  • So wuchs Berlin – Die Geschichte der Reichshauptstadt in 12 bunten Kartenbildern, Berliner Lokal Anzeiger 1937
  • Nur so Nebenher, A. W. Hayn’s Erben 1937
  • Frühling im Berliner Tiergarten, Feyl 1937
  • Wir fahren nach Potsdam, A. W. Hayn’s Erben 1938
  • Als Flaneur durch die tausendjährige Stadt, Hrsg. Georg Holmsten arani-Verlag 1990

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kurzbiografie in Potsdam - Eine Lese-Verführung. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main, Mai 2010. Seite 274.