Iod-Kaliumiodid-Lösung

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Wikipedia:Redaktion Chemie/ausgeblendete Strukturformel

Allgemeines
Name Iod-Kaliumiodid-Lösung
Andere Namen
  • Lugol'sche Lösung
  • Kaliumtriiodid (IUPAC)
  • Solutio Lugoli (lat.)
Summenformel nicht zutreffend
CAS-Nummer 12298-68-9
PubChem 105053
Kurzbeschreibung

braune Flüssigkeit[1]

Eigenschaften
Molare Masse nicht zutreffend
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

1,12 g·cm−3[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
08 – Gesundheitsgefährdend

Achtung

H- und P-Sätze H: 373
P: 260​‐​314 [1]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
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Iod-Kaliumiodid-Lösung (im Laborjargon Iod-Iodkalium, oft synonym mit Lugolscher Lösung gebraucht) ist eine Lösung von Iod in Wasser. Elementares Iod ist in Wasser kaum löslich. Liegen jedoch schon gelöste Iodid-Ionen vor, löst sich das Iod unter Bildung von Polyiodidionen:

Daher wird Kaliumiodid zugegeben.

Iod ist sehr viel besser in Ethanol löslich, aber manchmal ist Ethanol als Lösungsmittel unerwünscht, weil es entflammbar ist und schnell verdunstet sowie zu unerwünschten Nebenreaktionen führen kann. Ist Iod in Alkohol gelöst, bezeichnet man die Lösung als Iodtinktur.

Anwendungsbereiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Iod-Kaliumiodid-Lösung wird für verschiedene Zwecke, etwa in der analytischen Chemie und in der Medizin, verwendet. Beispiele sind:[2][3]

Lugolsche Lösung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Lugolsche Lösung (lateinisch Solutio Lugoli) ist eine Iod-Kaliumiodid-Lösung (von bräunlichroter Farbe und charakteristischem Geruch) mit einem Verhältnis von 1:2 von Iod zu Kaliumiodid in Wasser, die auch im Handel angeboten wird. Sie ist nach dem französischen Arzt Jean Guillaume Lugol (1786–1851) benannt, der sie 1835 erfand.[5]

Mechanismus des Stärkenachweises[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Iodprobe

Der Stärkenachweis beruht auf einer charakteristischen und sehr empfindlichen Farbreaktion. Die I5-Ionen können sich in die Stärke-Moleküle einlagern. Die Einschlussverbindung hat bei Amylose eine blaue und bei Amylopektin eine braunviolette Farbe.[6] Der Unterschied beruht darauf, dass die Amylose-Moleküle schraubenförmig gedreht sind, wodurch sich die Lichtabsorption verändert.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Datenblatt Iod-Kaliumiodid-Lösung (PDF) bei Carl Roth, abgerufen am 26. Januar 2016.
  2. F. Steinecke, Experimentelle Biologie, Quelle u. Meyer, 1983, 5. Aufl., S. 13.
  3. Mikrobiologie - Ein Arbeitsbuch für Schüler, Volk und Wissen, 1991, 1. Aufl., S. 175f.
  4. Ätzen von Gold (PDF; 368 kB). microchemicals.de, 15. Dezember 2009.
  5. Eintrag zu Lugols Lösung. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 25. Mai 2014.
  6. Eintrag zu Amylopektin. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 7. März 2012.