Luscious Jackson

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung. Näheres ist auf der Diskussionsseite angegeben. Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.

Luscious Jackson ist eine 1991 gegründete Alternative-Rock-Band. Sie wurde nach dem Basketballspieler Lucious Jackson der Philadelphia 76ers benannt.

Die ursprüngliche Formation bestand aus Jill Cunniff (Gesang, Bass), Gabrielle „Gabby“ Glaser (Gesang, Gitarre), Kate Schellenbach (Schlagzeug) und Vivian Trimble (Keyboards, Gesang). Jill Cunniff bzw. Gabby Glaser sind die Autorinnen der meisten Stücke. Live wurden auch einige Stücke gecovert, die allerdings nicht auf Alben zu finden sind.

Zwischen 1993 und 2000 haben sie eine EP, drei Alben und zehn Singles auf Grand Royal, dem Label der Beastie Boys, veröffentlicht. Der größter Hit war Naked Eye (1997, 36 der Billboard Charts). Andere bekannte Stücke sind Here, CitySong (NY State of the World), Under Your Skin sowie Ladyfingers.

Vivian Trimble verließ die Gruppe 1998, im Jahr 2000 (nach der Veröffentlichung eines Albums als Trio) gab die Gruppe zunächst offiziell ihre Trennung bekannt.

Anfang 2007 wurde eine Greatest-Hits-Kompilation der Gruppe veröffentlicht. Bereits im Vorfeld wurde im Herbst 2006 verkündet, dass die Gruppe sich wiedervereint hat und an neuem Material arbeitet. Zusätzlich erschien Anfang 2007 unter dem Titel City Beach ein Soloalbum von Jill Cunniff (in Deutschland allerdings nur als Import erhältlich).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cunniff und Glaser veröffentlichten 1991 das erste Demo von Luscious Jackson, nachdem sie ihren ersten Live-Auftritt als Opener für die Beastie Boys und Cypress Hill in New York gespielt hatten. Die Beastie Boys fragten Luscious Jackson, ob sie als erste Band auf ihrem Label Grand Royal veröffentlichen wollten.

Schellenbach (ehemaliges Mitglied der Beastie Boys) ergänzte die Band bald am Schlagzeug, Trimble übernahm das Keyboard und den Begleitgesang.

Drei Titel der Demo-Aufnahmen und vier neue Stücke wurden 1992 auf der EP In Search of Manny veröffentlicht. Let Yourself Get Down und Daughters of the Kaos wurden als Promo-Singles herausgegeben. Zusätzlich wurde ein Video zum auf der EP enthaltenen Titel Life of Leisure gedreht. Später im Jahr folgte der erste Headliner-Auftritt im Wetlands Club.

Nachdem im Vorfeld des folgenden Albums zwei neue Stücke von der Daughters-of-the-Kaos-EP herausgegeben worden waren, veröffentlichte Luscious Jackson ihr Debütalbum Natural Ingredients (1994). Das Album enthält mit CitySong (NY State of the World), Deep Shag und Here drei kleinere Hits. Die Videos zu allen drei Singles wurden auf MTV gezeigt.

Zwischen 1994 und 1995 nahm Luscious Jackson an der Lollapalooza-Tour teil und war als Gast in verschiedenen Fernsehsendungen wie Saturday Night Live und MTVs 120 Minutes sowie in Sendungen auf dem Sender Nickelodeon zu sehen.

Während der Tour 1995 nahmen Cunniff und Trimble unter dem Namen Kostars eine Sammlung ruhiger, akustischer Stücke aus, die den Titel Klassics with “K” hatten. Das Album wurde 1996 veröffentlicht und enthielt Beiträge von Schellenbach und Glaser, wie auch von Aaron Freeman und Mickey Melchiondo (bekannt als Gene und Dean von der Band Ween).

Während Luscious Jackson die Veröffentlichung ihres zweiten Albums Fever In, Fever Out bewarb, hatte die Band mit Naked Eye ihren ersten Top-40-Hit in den Billboard-Charts. Die beiden folgenden Singles Under Your Skin und Why Do I Lie? waren auf dem Soundtrack zum Gus-Van-Sant-Film Good Will Hunting vertreten.

Die Bandmitglieder wollten in der Folge anderen Projekten nachgehen. Vivian Trimble verließ die Gruppe. Zwei Jahre später veröffentlichte sie mit Josephine Wiggs (ehemals bei The Breeders) ein Album namens Dusty Trails.

1999 veröffentlichte Luscious Jackson (jetzt als Trio) ihr drittes Album Electric Honey. Die Single Ladyfingers war ein moderater Erfolg, das dazugehörige Video lief auf Heavy Rotation auf VH1 und in Deutschland auch auf Viva Zwei. Die zweite Single Nervous Breakthrough wurde ohne Video veröffentlicht und war nicht im Handel erhältlich. Die geplante Veröffentlichung von Devotion als dritte Single wurden trotz einer bereits vorbereiteten Radioversion verworfen, da das Interesse an dem Album deutlich abnahm.

Im Jahr 2000 gab die Band offiziell bekannt, dass sie nicht länger Stücke aufnehmen und auf Tour gehen würde.

Sechs Jahre später jedoch gab die Band ihre Wiedervereinigungspläne bekannt. Im Februar erschien eine Greatest-Hits-Zusammenstellung von Luscious Jackson auf Capitol Records mit Stücken aus den Jahren 1992 bis 1999. Außerdem erschien mit dem Titel City Beach ein Soloalbum von Jill Cunniff. Gabby Glaser veröffentlichte 2007 unter dem Titel Gimme Splash ebenfalls ein Soloalbum.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[1] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1994 Natural Ingredients 114
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: 23. August 1994
1996 Fever In Fever Out 55
(2 Wo.)
72
(32 Wo.)
Erstveröffentlichung: 29. Oktober 1996
1999 Electric Honey 42
(2 Wo.)
99
(1 Wo.)
102
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: 29. Juni 1999

weitere Veröffentlichungen

  • 1992: In Search of Manny
  • 1993: Daughters of the Kaos
  • 1997: Tip Top Starlets
  • 2007: Greatest Hits
  • 2013: Magic Hour

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[1] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1995 Deep Shag / Citysong
Natural Ingredients
69
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: März 1995
Here
Natural Ingredients
59
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: Oktober 1995
1996 Naked Eye
Fever In Fever Out
25
(2 Wo.)
36
(26 Wo.)
Erstveröffentlichung: Oktober 1996
1999 Ladyfingers
Electric Honey
43
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juni 1999

weitere Singles

  • Let Yourself Get Down
  • Daughters of the Kaos
  • Under Your Skin
  • Why Do I Lie?
  • Nervous Breakthrough

B-Seiten und nicht auf Alben befindliche Titel

  • Radiating (von der Single 'CitySong')
  • Daddy (von der Single 'Deep Shag')
  • Queen of Bliss (von der Single 'Here')
  • 69 Année Érotique (vom Sampler 'Ain’t Nothin’ but a She Thing')
  • Banana’s Box (von der Single 'Naked Eye')
  • Foster’s Lover (von der Single 'Naked Eye')
  • Roses Fade (vom Soundtrack zum Film 'The Saint – Der Mann ohne Namen')
  • Love Is Here (vom Soundtrack zum Film 'A Life Less Ordinary')
  • Love That’s Real Suite (vom Soundtrack zum Film 'Half-Baked')
  • I’ve Got a Crush on You (vom Sampler 'Red Hot + Rhapsody')
  • Gridlock (von der Single 'Ladyfingers')
  • To Sir with Love (von der Single 'Ladyfingers')
  • Let It Snow! Let It Snow! Let It Snow! (von der Single 'Nervous Breakthrough' und dem Promo-Sampler 'Capitol Chestnuts')
  • Down to Earth (vom Soundtrack zum Film 'Titan A.E.')
  • Stone Fox (unveröffentlichter Titel; in der GAP-Werbung verwendet)
  • Ursuline (unveröffentlichter Titel)
  • We Got Next (unveröffentlichter Titel)
  • Joy Rider (unveröffentlichter Titel)
  • Mum’s the Word (unveröffentlichter Titel)

Neben- und Soloprojekte

  • Punk Debutante von Cooler Kids (2003)
  • City Beach von Jill Cunniff (2007)
  • Gimme Splash von Gabby Glaser (2007)

Videoclips

  • Life of Leisure
  • Daughters of the Kaos
  • CitySong
  • Deep Shag
  • Here
  • 69 Année Érotique
  • Naked Eye
  • Under Your Skin
  • Ladyfingers
  • Let It Snow! Let It Snow! Let It Snow!
  • No Preservatives

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Chartquellen: AT UK US

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]