Luxemburgeffekt

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Als Luxemburgeffekt bezeichnet man in der Funktechnik eine Art ionosphärische Kreuzmodulation zwischen (mindestens) zwei Sendern, insbesondere im Bereich der Lang- und Mittelwelle. Der Luxemburgeffekt macht sich dadurch bemerkbar, dass das Rundfunkprogramm eines Lang- oder Mittelwellensenders schwach im Hintergrund des anderen zu hören ist.

Der Luxemburgeffekt erhielt seinen Namen durch den Umstand, dass nach der Inbetriebnahme des starken Langwellensenders von Radio Luxemburg in den 1930er Jahren beim Empfang des Schweizer Mittelwellensenders Beromünster manchmal das Programm von Radio Luxemburg im Hintergrund zu hören war, obwohl beide Sender völlig verschiedene Frequenzen – sogar unterschiedliche Bänder – benutzten.[1] Der Effekt wurde 1933 von Bernard Tellegen[1] sowie 1934 von Victor Albert Bailey und David Forbes Martyn beschrieben.[2]

Der Luxemburgeffekt spielt auch bei manchen mit HAARP durchgeführten Experimenten eine Rolle.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Александр В. Гуревич: К теории кроссмодуляции радиоволн. In: Известия высших учебных заведений. Радиофизика. Bd. 1, Nr. 5/6, 1958, ZDB-ID 164117-7, S. 17–28, (In englischer Sprache: The theory of cross-modulation of radiowaves (= NASA Technical Translation. F-259, ISSN 0499-9355). National Aeronautics and Space Administration, Washington DC 1965, (Digitalisat)).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Bernard D. H. Tellegen: Interaction between Radio-Waves? In: Nature. Bd. 131, 1933, S. 840–843, doi:10.1038/131840a0.
  2. Victor A. Bailey, David F. Martyn: The Influence of Electric Waves on the Ionosphere. In: The London, Edinburgh, and Dublin Philosophical Magazine and Journal of Science. Series 7, Bd. 18, Nr. 118, 1934, ZDB-ID 5450-1, S. 369–386, doi:10.1080/14786443409462506.