Münzviertel

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Denkmalgeschütztes Wohnhaus Münzburg, „Wahrzeichen“ des Viertels, zwischen 1880 und 1886 errichtet

Das Münzviertel ist ein im Hamburger Stadtteil Hammerbrook gelegenes Quartier (bis zum 29. Februar 2008 zugehörig zum ehemaligen Stadtteil Klostertor). Die Gleise der S-Bahn und Fernbahn nach Lübeck und Berlin einerseits und die Gleise nach Harburg, Hannover, Bremen andererseits begrenzen an zwei Seiten das Viertel. Im Süden sperrt die dreispurige Spaldingstraße das Viertel ab. Der ehemalige Bahnhof Hamburg Klosterthor lag innerhalb und heute der Hamburger Hauptbahnhof wenige Hundert Meter nördlich des Viertels.

Das Münzviertel besteht aus Münzplatz, Münzstraße, Repsoldstraße, Schultzweg, Rosenallee, Norderstraße und Hühnerposten (ehemals "Bei dem Hühnerposten"). Von der Museumswerkstatt Münzviertel (Amsinckstraße 22) wird noch der Straßenzug Amsinckstraße, Woltmanstraße, Högerdamm zum südlichen Münzviertel gezählt.

Der Name leitet sich von der ehemals am Münzplatz gelegenen Münzprägeanstalt Hamburgische Münze her, die 1982 nach Meiendorf verlegt wurde.

Zwischen Münzstraße und Schultzweg liegt das Gebäude der ehemaligen Schule für Hörgeschädigte, die als eine der ersten Schulen für Schwerhörige in Deutschland gegründet wurde. Nach deren Umzug 2013 zur Elbschule in Othmarschen ist das Gebäude beim Stand 2016 besetzt und in ihr wurde ein kollektives Zentrum eröffnet. Die Jugendwerkstatt Rosenallee beherbergt unter anderem eine Tischlerei, eine Druckerei und eine Küche. Die Jugendwerkstatt wird nach mehrjähriger erfolgreicher Arbeit aufgrund von Einsparungen geschlossen.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am nördlichen Rand ist der Komplex des ehemaligen Bahnpostamtes Hühnerposten unübersehbar, in dem seit 2004 die Zentralbibliothek der Hamburger Öffentlichen Bücherhallen untergebracht ist.

Der Repsoldtunnel im Bahndamm ist eine Bauvorleistung für die Hamburger U-Bahn aus der Zeit des Neubaues des Hamburger Hauptbahnhofes von 1900 bis 1906. Als 1912 der Bau der Zweiglinie nach Rothenburgsort begann, war eine Verbreiterung des Bahnviadukts von sechs auf zehn Gleise notwendig geworden. Für eine Rampe zur Überquerung der Spaldingstraße hätte der verbliebene Raum nicht mehr gereicht. So wurden zu beiden Seiten des Viadukts Dämme angeschüttet und die U-Bahn auf einer Brücke über die Gleise der Eisenbahn geführt. Als in den 1970er-Jahren die Sanierung des Viadukts erfolgte, musste ein Zugang zu diesem Tunnel geschaffen werden. Bei dieser Gelegenheit wurden die angeschütteten Dämme mit einem Zugang versehen; der Tunnel ist seitdem für Fußgänger zum Münzviertel zugänglich.

Die U-Bahn verlief parallel zum Eisenbahngleis entlang des Nagelsweg. Sie wurde 1915 fertig und im Zweiten Weltkrieg zerstört.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 53° 33′ N, 10° 1′ O