Printemps (Warenhäuser)

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Dieser Artikel behandelt die Warenhauskette Printemps.

Für weitere Bedeutungen siehe Printemps

Glaskuppel
Fassade des Kaufhauses, 2007
Ein Bild vom Brand 1881

Printemps (französisch Frühling) [pʁɛ̃tɑ̃] ist eine Warenhauskette, deren wichtigste Filiale sich am Boulevard Haussmann im 9. Arrondissement der französischen Hauptstadt Paris befindet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Grands Magasins du Printemps wurden am 11. Mai 1865 von Jules Jaluzot in einem von Paul Sédille erbauten Gebäude am Boulevard Haussmann Nr. 64 mit 2.885 m² Verkaufsfläche eröffnet. Jaluzot nahm dabei Georges-Eugène Haussmanns Bauplanung der Straße vorweg, die erst im Januar 1927 komplett fertiggestellt wurde. Zwei große Feuer zerstörten das Warenhaus am 9. März 1881 und 28. September 1921 und sorgten für einen spektakulären Neuaufbau. In der Folge des ersten Feuers wurde das Großwarenhaus zu einem Pionier der elektrischen Beleuchtung. Denn im Februar 1883 konnte der zweite Bau des Kaufhauses mit elektrischem Licht eröffnen. Im November 1887 schloss das Kaufhaus einen Vertrag mit Gustave Eiffel über die Lieferung von Eisenschrott aus dem Bau des Eiffelturms, um hieraus Souvenirs herzustellen.

Besonders bekannt ist das Haus für seine 1923 nach dem zweiten Feuer errichtete Jugendstil-Glaskuppel mit Glasmalereien. Unter der Kuppel befindet sich ein Café („Café Flo“). Seit 1975 sind Fassade und Kuppel ein eingetragenes historisches Monument.[1]

Das Warenhaus hat in ganz Frankreich mehrere Filialen, ebenso in Andorra, in der Tokyoer Ginza, in Dschidda und in Seoul. Die einzige Niederlassung in Nordamerika, die 1987 in Denver eröffnet wurde, ist mittlerweile wieder geschlossen.

Die Pinault-Gruppe (PPR-Gruppe) erwarb das Kaufhaus im Dezember 1992, im Juni 2006 erwarb ein Konsortium von Deutsche Bank und Maurizio Borletti (dem die italienische Kaufhauskette La Rinascente gehörte) das Kaufhaus. Mit dem Verkauf wollte sich PPR mehr auf das gewinnbringendere Luxuswarengeschäft konzentrieren.[2] Im November 2009 erhielt das Kaufhaus eine neue Fassade unter Berücksichtigung der denkmalgeschützten Teile. Am 8. April 2013 gaben die Borletti-Gruppe und der Immobilienfonds der Deutsche Bank RREEF den Verkauf von Printemps bekannt. Käufer ist ein Investorenkonsortium aus Katar. Der Kaufpreis beträgt inklusive Schulden 1,6 Mrd. Euro.[3]

In der Nähe, am Boulevard Haussmann Nr. 40, liegt das zweite berühmte Pariser Kaufhaus Galeries Lafayette.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Printemps – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Angaben auf der Seite des französischen Kulturministeriums (frz.), abgerufen am 7. April 2013
  2. dpa-afx: „Rinascente und Deutsche Bank wollen Printemps-Konsumtempel kaufen“, Handelsblatt, 21. Juni 2006
    Bea Gottschlich: „Le Printemps wird italienisch“, TextilWirtschaft, 29. Juni 2006
  3. Handelsblatt vom 8. April 2013, Deutsche Bank stimmt Printemps-Verkauf zu

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jean-Paul Caracalla: Le Roman du Printemps - Histoire d'un Grand Magasin, Denoël, Paris 1989, ISBN 2-207-23624-2
  • Camille Rey: Histoire du Printemps, 1865-1924, Diplomarbeit (mémoire de maîtrise), unter der Leitung von Christophe Charle, Université Paris 1, 2004.


Koordinaten: 48° 52′ 26″ N, 2° 19′ 45″ O