Mallorca-Police

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Die Mallorca-Police oder Mallorca-Klausel bezeichnet eine Leistung einer Kfz-Haftpflichtversicherung, Privat-Haftpflichtversicherung oder Schutzbriefversicherung, welche die Deckungssumme einer Kfz-Haftpflichtversicherung, die für einen Leihwagen im Ausland geschlossen wurde, erweitert (Subsidiärdeckung).

Unfälle im Ausland, in denen Fahrzeuge verschiedener Mitgliedstaaten der EU beteiligt sind, ereignen sich mehr als 500.000 mal im Jahr.[1] Haftpflichtversicherungen sind zwar im europäischen Ausland obligatorisch, die gesetzlich vorgeschriebenen Versicherungssummen liegen jedoch oft deutlich unter dem deutschen Niveau. So beträgt die Versicherungssumme für Personenschäden in der Türkei 350.000 Euro; in Deutschland dagegen 7.500.000 Euro.[2] Nur in Ausnahmefällen, etwa zwischen deutschen Fahrern (bzw. in Deutschland ansässigen Personen), wird das deutsche Schadensrecht mit den darin geregelten Mindestdeckungssummen angewendet.[3]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Autoversicherung, Beitrag auf Spiegel-Online.
  2. Mallorca-Police, Beitrag von FinanceScout24.
  3. Unfall im Ausland. Abgerufen am 20. Februar 2017.