Malzextrakt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Malzextrakt (auch: Malzsirup) ist ein aus Gersten-Malz hergestellter, hell- bis dunkelbrauner, angenehm malzartig schmeckender Sirup, der unter anderem als Backmittel verwendet werden kann. Werden andere Getreidearten als Gerste zur Herstellung verwendet, muss deren Name vorangestellt werden.[1]

Die im Malzextrakt enthaltenen Zucker zeigen unter Hitzeeinwirkung (Karamellisierung) charakteristische Reaktionen, die Geschmack, Farbe und das Aroma der Gebäcke intensivieren. Weiterhin trägt die Maillard-Reaktion (nicht-enzymatische Bräunung) bei, die aus Zucker und Aminosäuren gebäcktypische Reaktionsprodukte liefert. Sie sind hauptsächlich für das typische Gebäckaroma verantwortlich. Der Maltosegehalt beträgt mindestens 55 %, der Dextringehalt höchstens 12 %. Die wichtigsten Aromasubstanzen sind Maltol und 3-Methylbutanal. Flüssiges und getrocknetes Malzextrakt wird z. B. in Form von Teltower BIOMALZ als Stärkungsmittel angeboten.

Herstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schroten von Malz (vorwiegend aus Gerste)
  • Herstellen einer Maische (mit Wasser angerührt)
  • Wiederholtes Ziehen lassen (50–65 °C, mehrere Stunden), wasserlösliche Verbindungen entstehen
  • Abläutern (=abtrennen von unlöslichem Treber)
  • Vakuumverdampfer entzieht schonend Wasser (Lagerfähigkeit)
  • Je nach gewünschter Verwendung wird die verbliebene Enzymaktivität durch Erhitzen auf 78 °C deaktiviert. (Bei der Herstellung von Backmalz unterbleibt dieser Schritt)[1]
  • sirupöse Substanz

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bill Yenne - Guinness: The 250-Year Quest for the Perfect Pint (2007) Wiley, eISBN 978-0-470-52417-6

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Ternes, Täufel, Tunger, Zobel: Lebensmittel-Lexikon. Behr’s Verlag, 4. Auflage, 2005, ISBN 3-89947-165-2.