Mammillaria karwinskiana

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Mammillaria karwinskiana
Mammillaria karwinskiana subsp. karwinskiana

Mammillaria karwinskiana subsp. karwinskiana

Systematik
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Kakteengewächse (Cactaceae)
Unterfamilie: Cactoideae
Tribus: Cacteae
Gattung: Mammillaria
Art: Mammillaria karwinskiana
Wissenschaftlicher Name
Mammillaria karwinskiana
Mart.
Mammillaria karwinskiana subsp. nejapensis
Mammillaria karwinskiana subsp. collinsii

Mammillaria karwinskiana ist eine Pflanzenart aus der Gattung Mammillaria in der Familie der Kakteengewächse (Cactaceae). Das Artepitheton ehrt den bayrischen Naturforscher und Pflanzensammler Baron Wilhelm Friedrich von Karwinski (1799–1855).[1][2]

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mammillaria karwinskiana wächst einzeln, gelegentlich sich dichotom teilend oder basal sprossend. Die blaugrünen bis dunkelgrünen, kugeligen bis kurz zylindrisch geformten Triebe werden 7 bis 10 Zentimeter hoch und erreichen einen eben so großen Durchmesser. Die festen pyramidalen Warzen enthalten Milchsaft. Die Axillen sind mit Borsten besetzt. Die Mitteldornen fehlen vollständig oder es ist nur einer vorhanden, der pfriemlich, weiß oder gelblich, mit dunkler Spitze versehen ist und eine Länge von 5,5 Zentimeter aufweist. Die 3 bis 8 Randdornen sind pfriemlich, gerade bis leicht gebogen, rötlich und werden mit der Zeit kalkig. Sie sind 0,4 bis 3 Zentimeter lang.

Die trichterigen Blüten sind weiß mit purpurnen Mittelstreifen. Sie werden bis zu 2,5 Zentimeter lang und 1,5 Zentimeter im Durchmesser groß. Die leuchtend roten Früchte enthalten braune Samen.

Verbreitung, Systematik und Gefährdung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mammillaria karwinskiana ist in den mexikanischen Bundesstaaten Oaxaca, Morelos, Puebla, Chiapas, Colima und Michoacán verbreitet.

Die Erstbeschreibung erfolgte 1832 durch Carl Friedrich Philipp von Martius.[3]

Synonyme sind unter anderem Mammillaria fischeri Pfeiff. (1836), Mammillaria virens Scheidw. (1841), Mammillaria beiselii Diers (1979), Neomammillaria collinski Britton & Rose (1923), Mammillaria collinski (Britton & Rose) Orcutt (1926), Mammillaria praelii Muehlenpf. (1846), Mammillaria multiseta C.Ehrenb. (1849) und Mammillaria nejapensis R.T.Craig & E.Y.Dawson (1948).

Es werden folgende Unterarten unterschieden:

  • Mammillaria karwinskiana subsp. beiselii (Diers) D.R.Hunt:
    Die Erstbeschreibung erfolgte 1979 als Mammillaria beiselii durch Lothar Diers.[4] David Richard Hunt stellte die Art 1997 als Unterart zu Mammillaria karwinskiana.[5] Die Unterart hat einen Mitteldorn und 5 bis 8 Randdornen.
  • Mammillaria karwinskiana subsp. collinsii (Britton & Rose) D.R.Hunt:
    Die Erstbeschreibung erfolgte 1923 als Neomammillaria collinsii durch Nathaniel Lord Britton und Joseph Nelson Rose.[6] David Richard Hunt stellte die Art 1997 als Unterart zu Mammillaria karwinskiana.[5] Die Unterart hat einen Mitteldorn und 7 Randdornen.
  • Mammillaria karwinskiana subsp. karwinskiana:
    Die Nominatform hat typischerweise keinen Mitteldorn und meist 6 Randdornen.
  • Mammillaria karwinskiana subsp. nejapensis (R.T.Craig & E.Y.Dawson) D.R.Hunt:
    Die Erstbeschreibung erfolgte 1948 als Mammillaria nejapensis durch Robert T. Craig und Elmer Yale Dawson.[7] David Richard Hunt stellte die Art 1997 als Unterart zu Mammillaria karwinskiana.[5] Die Unterart hat keinen Mitteldorn und 3 bis 5 Randdornen.

In der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN wird die Art als „Least Concern (LC)“, d. h. als nicht gefährdet geführt.[8]

Nachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Carl Friedrich Förster: Handbuch der Cacteenkunde in ihrem ganzen Umfange: Oder die erfolgreichsten, auf die neuesten Erfahrungen gegrundeten Kultruangaben, sowie ausführliche und genaue Beschreibung und berichtigte Synonymik sämmtlicher bis jetzt bekannt gewordener Cacteen, und überhaupt alles in Bezug auf diese… Wöller, 1846, S. 223 (online).
  2. Urs Eggli, Leonard E. Newton: Etymological Dictionary of Succulent Plant Names. Birkhäuser 2004, ISBN 3-540-00489-0, S. 125.
  3. Beschreibung einiger neuer Nopaleen. In: Nova Acta Physico-Medica Academiae Caesareae Leopoldino-Carolinae Naturae Curiosorum Exhibentia Ephemerides sive Observationes Historias et Experimenta… Band 16, Nummer 1, 1832, S. 335, (online)
  4. Mammillaria beiselii spec. nov. In: Kakteen und andere Sukkulenten. Jg. 30, 1979, S. 60.
  5. a b c D. R. Hunt, Mammillaria Postscripts. Band 9, 1997, S. 11
  6. N. L. Britton, J. N. Rose: The Cactaceae. Descriptions and Illustrations of Plants of the Cactus Family. Band IV. The Carnegie Institution of Washington, Washington 1923, S. 101 (online).
  7. Allan Hancock Foundation. Publications. Occasional papers. Jg. 2, Los Angeles 1948, S. 57.
  8. Mammillaria karwinskiana in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2013.2. Eingestellt von: Hernández, H.M. & Gómez-Hinostrosa, C., 2009. Abgerufen am 27. Dezember 2013

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mammillaria karwinskiana – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien