Manfred Billinger

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wegweiser zum Fabelpfad im Stadtpark Gütersloh
Skulptur „Mammut mit Himmelsschiff“ am Fabelpfad

Manfred Billinger (* 1953 in Münster; † 10. Februar 2001 in Hamm) war ein deutscher Künstler.[1]

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Billinger, 1953 geboren, studierte ab 1976 an der Fachhochschule für Design in Münster mit dem Schwerpunkt auf Objektdesign, Bildhauerei, und Zeichnen. 1978 eröffnete er sein erstes Atelier in Münster. Seine Diplomarbeit verfasste er zum Thema „Monolithische Objekte in der Landschaft“.

1982 zog Billinger als freischaffender Künstler nach Hamm, wo er ab 1988 in einer Halle auf dem Gelände der Thyssen Draht AG als Künstler tätig war. Ab 1999 stand ihm als Atelier eine ehemalige Orangerie in einem münsterländischen Schlosspark zur Verfügung.

1987 erhielt Billinger ein Frankreich-Stipendium der Aldegrever-Gesellschaft, Münster. 1990 wurde er mit dem damals zum ersten Mal verliehenen Dr.-Emil-Löhnberg-Preis der Stadt Hamm geehrt.

Für den Stadtpark Gütersloh schuf Billinger den sogenannten Fabelpfad, bestehend aus acht Stahlskulpturen zwischen 1,60 und 5,20 Meter Höhe. Die erste Skulptur wurde 2000 zur 175-Jahr-Feier der Stadt Gütersloh aufgestellt, weitere in den Folgejahren. Da Billinger 2001 im Alter von 47 Jahren verstarb, erlebte er die Vollendung des Fabelpfads nicht mehr. Die Skulpturen wurden posthum nach seinen Plänen gefertigt.[2]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zitat von Herbert Knorr: „Vom schwarzen Hamm zur Ökostadt. Wo heute in einer kleinen Grünanlage zwischen Wilhelmstraße und Victoriastraße die Werke des Hammer Künstlers Manfred Billinger die Blicke auf sich ziehen“.[3]

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1988: Manfred Billinger Ausstellung - Bitte freimachen: Kunst im City-Bereich Hamm", von Manfred Billinger, Henning Eichinger, Werner Ratering, vom 6. März bis 4. April 1988 Städtisches Gustav-Lübcke-Museum Hamm[4]
  • 1989: Manfred Billinger Bilder + Objekte. Städtisches Museum Kalkar. 9. April bis 16. Mai 1989. Autor: Dr. Siegfried Gnichwitz, Herten.
  • 1990: Manfred Billinger Ausstellung - Ton in Ton, Skulpturenprojekt mit keramischen Resonanzkörpern, vom 16. September bis zum 28. Oktober 1990, Elektrohalle Maximilienpark, Hamm[5]
  • 1991: Manfred Billinger Ausstellung - Unausweichlich: Werke der Künstler Manfred Billinger und Merve Giehl vom 12. Januar - 3. Februar 1991 im Marmelsteiner Kabinett, Würzburg[6]
  • 2006: Manfred Billinger Ausstellung - Bekannt- Unbekannt- Unkennbar: Ausstellung zum Künstler Manfred Billinger, Malerei und Skulptur, vom 30. Juli bis 10. September 2006, Gustav-Lübcke-Museum, Hamm

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1987: Frankreich-Stipendium der Aldegrever-Gesellschaft, Münster.
  • 1990: Ehrung mit dem Dr. Emil-Löhnberg-Kulturförderpreis der Stadt Hamm.[7]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1987: "Bitte freimachen: Kunst im City-Bereich Hamm", von Manfred Billinger, Henning Eichinger, Werner Ratering, Kulturamt der Stadt Hamm, Kunstverein Hamm, Gustav-Lübcke-Museum Hamm, Verlag A. Hellendoorn, 1987, 32 Seiten[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Porträt von Manfred Billinger bei Bazart
  2. Porträt vom Fabelpfad von Manfred Billinger bei der Stadt Gütersloh
  3. Manfred Billinger in „Kreuz und quer den Hellweg: literarische Ansichten einer Region“, von Herbert Knorr, Unna Kulturamt - Westfälisches Literaturbüro in Unna e.V., Klartext, 1999, Seite 77
  4. Bitte freimachen: Kunst im City-Bereich Hamm", von Manfred Billinger, Henning Eichinger, Werner Ratering, vom 6. März bis 4. April 1988 Städtisches Gustav-Lübcke-Museum Hamm, in Ausstellungen von 1945 bis 2011 in Gustav-Lübcke-Museum Hamm, Seite 20 (PDF; 150 kB)
  5. Manfred Billinger Ausstellung - Ton in Ton, Skulpturenprojekt mit keramischen Resonanzkörpern, vom 16. September bis zum 28. Oktober 1990, Elektrohalle Maximilienpark, Hamm
  6. Manfred Billinger Ausstellung in „Chronik der Stadt Würzburg, 1989-1992, Stadtarchiv Würzburg“, F. Schöningh, 1996, Seite 282 - Im Marmelsteiner Kabinett beginnt die Ausstellung „Unausweichlich“ der Künstler Manfred Billinger und Merve Giehl, die zugleich den Auftakt zu den „Tagen der Neuen Musik“ bildet; sie dauert bis zum 3. Februar.
  7. Der mit 4.500 Euro dotierte Dr. Emil-Löhnberg-Kulturförderpreis der Stadt Hamm
  8. Bitte freimachen: Kunst im City-Bereich Hamm, von Manfred Billinger, Henning Eichinger, Werner Ratering, Kulturamt der Stadt Hamm, Kunstverein Hamm, Gustav-Lübcke-Museum Hamm, Verlag A. Hellendoorn, 1987, 32 Seiten