Mangfall-Kaserne

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DeutschlandFlag of Germany (state).svg Mangfall-Kaserne
Land Deutschland
Name seit 1990
Gemeinde Bad Aibling
Koordinaten: 47° 52′ N, 11° 59′ OKoordinaten: 47° 52′ 21,9″ N, 11° 59′ 18,2″ O
Erbaut 1978
Personalstärke 15
Stationierte Einheiten
FmWVStBw DeutschlandFlag of Germany (state).svg
Ehemals stationierte Einheiten
Flugabwehrraketenbataillon 33 DeutschlandFlag of Germany (state).svg
Mangfall-Kaserne (Bayern)
Mangfall-Kaserne

Lage der Mangfall-Kaserne in Bayern

Die Mangfall-Kaserne ist eine Kaserne der Bundeswehr in Bad Aibling, Bayern. Sie wurde 1978 erbaut und erhielt 1990 den Namen „Mangfall-Kaserne“, benannt nach dem Fluss Mangfall.

Die Kaserne befindet sich im nordwestlichen Stadtgebiet von Bad Aibling, an der Grassingerstraße.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mangfall-Kaserne wurde 1978 für die Luftwaffe der Bundeswehr erbaut und am 1. September 1980 bezogen. Sie diente als Unterkunft für das Personal der bei Lampferding gelegenen Raketenstellung der 2. Batterie des Flugabwehrraketenbataillons 33. Zum 31. Dezember 2002 erfolgte die Außerdienststellung des Flugabwehrraketenbataillons und die Soldaten wurden aus der Kaserne abgezogen. Als Nachnutzer waren unter anderem der damalige Bundesgrenzschutz (BGS) im Gespräch, eine Verlegung des BGS in die Mangfall-Kaserne erfolgte jedoch nicht. 2005 wurden Fernmeldetruppen der Streitkräftebasis der Bundeswehr zurück in die Kaserne verlegt. Offiziell befindet sich am Standort die Fernmeldeweitverkehrsstelle der Bundeswehr (FmWVStBw) mit weniger als 15 Dienstposten.[1] Die Kaserne ist ebenfalls eine Dienststelle des Bundesnachrichtendiensts (BND) mit der Bezeichnung „Objekt Orion“ bzw. „Seeland-Torfstich“ (bis zum 6. Juni 2014[2] als Getarnte Dienststelle). In unmittelbarer Nähe befindet sich die Bad Aibling Station, eine ehemalige Abhörbasis der amerikanischen National Security Agency (NSA).

Nach den Unterlagen von Edward Snowden „unterhalten NSA-Abhörspezialisten auf dem Gelände der Mangfall-Kaserne eine eigene Kommunikationszentrale und eine direkte elektronische Verbindung zum Datennetz der NSA.“[3] Die Zusammenarbeit zwischen BND und NSA basiert auf einem Abkommen vom 28. April 2002.[4]

Dienststellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Standorte der Bundeswehr mit weniger als 15 Dienstposten (PDF; 424 kB) abgerufen am 12. November 2011
  2. http://www.tagesschau.de/inland/bnd-102.html (Memento vom 7. Juni 2014 im Internet Archive) ARD vom 6. Juni 2014: Weniger Geheimnisse beim BND
  3. Spiegel Online vom 3. August 2013: Überwachung: BND leitet massenhaft Metadaten an die NSA weiter
  4. Spiegel Online vom 8. August 2013: Kooperation mit dem BND: Union und Linke attackieren Steinmeier in NSA-Affäre

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]