Manu Delago

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Manu Delago (Popfest 2014)

Manu Delago (* 31. Juli 1984 in Innsbruck) ist ein österreichischer Hangspieler, Perkussionist und Komponist. Der in London lebende Musiker wurde vor allem durch sein Hang-Solo ‚Mono Desire’ bekannt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit zwei Jahren saß er bereits am Schlagzeug, mit sechs Jahren nahm er Unterricht in Ziehharmonika und mit zehn in Klavier und Marimbaphon. In der Welt des Rock zuhause trommelte Manu Delago bereits mit 14 Jahren in diversen Bands und prägte sie in seiner eigenen Art, immer wieder Klischees verlassend, Grenzen überschreitend. Während des Besuchs des Musikgymnasiums in Innsbruck spielte er hunderte Auftritte mit Künstlern verschiedenster Genres wie HotchPotch, Zabine, The Next Step oder den Starmaniasiegern Michael Tschuggnall und Nadine Beiler.[1]

Nach dem klassischen Schlagwerkstudium am Tiroler Landeskonservatorium bzw. an der Universität Mozarteum übersiedelte er nach London, wo er Jazz-Schlagzeug an der Guildhall School of Music & Drama studierte. Während dieser Zeit spezialisierte sich Manu Delago auf das Musikinstrument Hang. Mit der Entdeckung dieser neuen Klangskulptur begann Manu Delago vermehrt zu komponieren, gründete seine eigenen Ensembles und konzertierte seit 2007 in über 20 Ländern auf 5 Kontinenten.

In 2010 wirkte er bei den Dreharbeiten des Kinofilms Tage die bleiben unter der Regie von Pia Strietmann mit. Außerdem bildet das Hang die Grundlage von Teilen des Scores. Der Film kam am 26. Januar 2012 in die deutschen Kinos.

Projekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Manu Delago Handmade (Popfest 2014)

2006 gründete Manu Delago gemeinsam mit Christoph Pepe Auer Living Room, das erste Bassklarinette-Hang-Duo der Welt. Das „außergewöhnliche Wohnzimmer“ veröffentlichte seither zwei Alben und trat u. a. in London, Berlin, Madrid, Wien, Budapest sowie in Simbabwe, Kanada, USA, Mauritius und China auf. Im Projekt Living Room in London wird das Duo von einem Streichtrio aus London (Ellie Fagg, Tom Norris, Gregor Riddell) ergänzt.

Ein weiteres Hauptprojekt, Manu Delago Handmade, baut auf die intensive Dynamik und Vielseitigkeit des Ensembles aus. Das Trio setzt sich aus Isa Kurz (Gesang, Violine und Klavier), Philipp Moll (Bass) und Manu Delago, der in dieser Besetzung neben Hang auch Schlagzeug spielt, zusammen.

Daneben kollaboriert er häufig mit verschiedenen Bands und Solokünstlern, darunter z. B. Björk, Anoushka Shankar, Shpongle, Bugge Wesseltoft, Didier Lockwood, Giannis Charoulis, Stuart McCallum, Boris Grebenshikov, Georg Breinschmid und Wolfgang Puschnig.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Manu Delago (2006)

Soloalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2006: Made in Silence
  • 2007: Manu Delago Handmade
  • 2007: Christoph Pepe Auer & Manu Delago – Living Room
  • 2008: Adventions
  • 2010: Living Room (Christoph Pepe Auer & Manu Delago) – Colouring Book
  • 2010: Made in Silence 2
  • 2012: Living Room in London (Christoph Pepe Auer & Manu Delago)
  • 2013: Bigger than Home
  • 2015: Silver Kobalt
  • 2016: Metromonk
  • 2018: Metromonk Unplugged
  • 2018: Parasol Peak (Live in the Alps)
  • 2019: Circadian
  • 2020: Circadian (Live)
  • 2021: Environ Me

Features[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2009: Nothing is something worth doing – Shpongle
  • 2009: Live in Concert – Shpongle (DVD)
  • 2011: Biophilia – Björk
  • 2013: Traces of You – Anoushka Shankar
  • 2014: Biophilia Live – Björk
  • 2015: Dystopian Dream – Nitin Sawhney
  • 2015: Vulnicura Live – Björk
  • 2016: Land of Gold – Anoushka Shankar

Weitere Kompositionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2007: If you’re really right, will be proved by the light (für 3 Spieler auf 2 Marimbas)
  • 2009: Pencilphonie No. 1 in Hb2 (ein ausgezeichnetes Selbstporträt)
  • 2009: Los Cepillos de Dientes (Musik für 2 akustische Zahnbürsten)
  • 2009: 5 ft 12 (Marimba solo)
  • 2011: Concertino Grosso (für Handpan & Streichorchester)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Manu Delago – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Manu Delago Biography. Abgerufen am 29. September 2021.